Friedensangebot an Automobilhersteller
Kirch-Gruppe umgarnt die Rennställe

Informationen aus Branchenkreisen zufolge hat der Medienkonzern den Autofirmen Fiat, Daimler-Chrysler, Ford, BMW und Renault 25 Prozent an der Formel 1 angeboten. Kirch-Kreise betonten am Donnerstag, der Rennsport werde nicht im Pay-TV verschwinden.

hps MÜNCHEN. Der Münchener Kirch-Konzern macht den Automobilherstellern ein Friedensangebot in Sachen Formel 1. Wie am Donnerstag aus Branchenkreisen zu erfahren war, hat Kirch-Manager Dieter Hahn am Montag Fiat-Autochef Paolo Cantarella ein schriftliches Angebot unterbreitet. Hierin offeriert der Kirch-Konzern, der gemeinsam mit EM.TV über die Speed Ltd. Mehrheitsaktionär der Formel-1-Holding Slec ist, den Autofirmen Fiat, Daimler-Chrysler, Ford, Renault und BMW 25 % der Formel 1.

Dem Handelsblatt gegenüber wollte die Kirch-Gruppe weder das Schreiben bestätigen noch den Inhalt kommentieren. Konzernkreise betonten jedoch die Bereitschaft des Medienkonzerns, mit den Automobilherstellern zu einer vernünftigen Lösung für die lukrative Formel 1 zu gelangen. Kirch-Kreise betonten am Donnerstag, der Rennsport werde nicht, wie von den Autofirmen befürchtet, im Bezahlfernsehen verschwinden.

Beim Poker um die Formel 1 üben derzeit die Rennställe massiven Druck auf Kirch aus. Unter Führung von Fiat-Manager Cantarella hatten die in der Formel 1 engagierten Autohersteller am Mittwoch angekündigt, eine alternative Rennserie zu starten. Dies wäre für die Kirch-Gruppe eine finanzielle Katastrophe. Zuletzt hatte Kirch für den Kauf von 25 % der Slec 987 Mill. $ auf den Tisch gelegt.

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