Friedensbemühungen
Israel zieht Truppen wieder ab

Der Abzug war bei den jüngsten Sicherheitsgesprächen unter Vermittlung der USA vereinbart worden. Dennoch gab es wieder neue Gewalt.

rtr BETHLEHEM. Die israelische Armee hat sich am Dienstag aus den palästinensisch verwalteten Gebieten im Westjordanland zurückgezogen. Israelische Soldaten rückten in der Nacht aus den Städten Beit Dschala und Bethlehem im Westjordanland ab, wie Augenzeugen berichteten. Die Armee teilte mit, sie habe sich auch aus palästinensisch verwalteten Gebieten im nördlichen Gaza-Streifen zurückgezogen, was aber von palästinensischer Seite bestritten wurde. Die Palästinenser fordern einen vollständigen Abzug aus den jüngst besetzten palästinensischen Gebieten als Voraussetzung für einen Waffenstillstand.

Der israelische Abzug war bei Sicherheitsgesprächen vereinbart worden, die der US-Sondergesandte Anthony Zinni vermittelt hatte. Auch US-Vizepräsident Dick Cheney wollte am Dienstag mit Israels Ministerpräsident Ariel Scharon über die Friedensbemühungen beraten. Es blieb offen, ob Cheney auch mit Palästinenser-Präsident Jassir Arafat zusammentreffen würde.

"Unser Ziel ist klar - Terror und Gewalt beenden, und Vertrauen zwischen Israelis und Palästinensern schaffen", sagte Cheney am Montag in Jerusalem. Der politische Prozess müsse wieder aufgenommen werden, um den seit einem halben Jahrhundert andauernden Konflikt zu beenden.

Trotz der Friedensbemühungen gab es am Dienstag in den besetzten Gebieten neue Gewalt. Israelische Soldaten töteten nach Armeeangaben zwei Palästinenser, die versucht hätten, in der Nähe der jüdischen Siedlung Gusch Katif im südlichen Gaza-Streifen an einer Straße eine Bombe zu legen. Von palästinensischer Seite wurde berichtet, Soldaten hätten in der Nacht im Westjordanland zwei bewaffnete Palästinenser getötet.

Mindestens 1081 Palästinenser und 345 Israelis sind seit dem Beginn des palästinensischen Aufstandes gegen die israelische Besatzung im September 2000 getötet worden.

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