Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Friedenspreis geht an Nigerianer

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den nigerianischen Schriftsteller Chinua Achebe.

Reuters FRANKFURT. Achebe sei eine der kräftigsten und zugleich subtilsten Stimmen Afrikas in der Literatur des 20. Jahrhunderts, ein unnachgiebiger Lehrer, Moralist und vor allem ein großer Erzähler, begründete der Stiftungsrat des Deutschen Buchhandels seine Auswahl am Montag. Achebes Stil sei stark geprägt durch die orale Erzählkunst seines Volkes, der er damit ein Denkmal setze. Sein zentrales Thema sei es, Frieden in Regionen herzustellen, die einem permanenten Kulturkonflikt ausgesetzt seien.

Der 71 Jahre alte Achebe gehört dem Volk der Igbo an, einem der drei großen Volksstämme in Nigeria. Zu seinen Werken zählen "Ein Bild von Afrika" und "Der Pfeil Gottes". Seit einem schweren Autounfall im Jahr 1990 ist Achebe auf den Rollstuhl angewiesen. Er lebt in den USA und reist aus gesundheitlichen Gründen nur noch selten nach Nigeria.

Die Verleihung des Friedenspreises findet während der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober 2002 in der Paulskirche statt. Im vergangenen Jahr war der Sozialphilosoph Jürgen Habermas mit dem Preis ausgezeichnet worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%