Friesinger steigt aus
Pechstein startet glanzvoll in neue Saison

Claudia Pechstein hat die neue Saison im Eisschnelllaufen mit einem Rekord begonnen. Dagegen gab Anni Friesinger bereits nach dem ersten Rennen wieder ihren Ausstand.

HB BERLIN.

Doppel-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat die neue Saison mit einem eindrucksvollen nationalen Rekord begonnen. Bei den Einzelstrecken-Meisterschaften der Eisschnellläufer in Berlin siegte die Lokalmatadorin über 3000 Meter in 4:07,73 Minuten. Mit dem fünften Einzel-Titel gelang der 32-Jährigen zudem die Generalprobe für die am Ende kommender Woche im norwegischen Hamar beginnende Weltcup-Saison.

«Ich wollte eine Zeit unter 4:10 laufen. Der Titel ist nicht viel wert, die Zeit dagegen sehr viel. Ich rechne dennoch mit einer Steigerung», sagte Pechstein. Zweite wurde die Erfurterin Daniela Anschütz in 4:12,67 Minuten vor der Berlinerin Katrin Mattscherodt (4:15,91). Für den ersten Weltcup-Block bis Weihnachten sind damit neben den gesetzten Stars Pechstein, Ann Friesinger und Gunda Niemann-Stirnemann nun auch Anschütz und Mattscherodt qualifiziert.

Während Pechstein mit einem neuen Rekord in die Saison startete stieg Konkurrentin Anni Friesinger nach der viertbesten Zeit über 500 Meter in 39,67 Sekunden nach dem ersten Durchgang aus. «Der Start war nicht in Ordnung, ansonsten bin ich mit meiner Leistung zufrieden», sagte Friesinger.

Den Titel gewann Lokalmatadorin Monique Garbrecht-Enfeldt. Die 35 Jahre alte Weltmeisterin holte nach drei Jahren Pause ihre zehnte Meisterschaft auf einer Einzelstrecke nach zwei Läufen in 1:17,37 Minuten (38,61 und 38,61 Sekunden). «Endlich habe ich wieder einen Titel geholt. Ich war Lauf fast so schnell wie bei meinem WM-Sieg im vorigen Jahr, als ich 38,50 Sekunden lief», sagte die 35-Jährige.

Zweite wurde die Berlinerin Jenny Wolf nach 1:17,61 (38,73/38,88). Rang drei belegte die Olympia-Dritte Sabine Völker (Erfurt) in 1:18,33 (39,20/39,13) und schaffte damit nach zweijähriger Verletzungspause ein glänzendes Comeback.

Bei den Herren gewann Titelverteidiger Dino Gillarduzzi aus Inzell, der für die beiden Strecken 1:13,01 Minuten (36,62/36,39 Sekunden) benötigte und sich seinen insgesamt dritten Meister-Titel sicherte. Dahinter folgte Ex-Meister Christian Breuer (Grefrath) in 1:13,20 (36,70/36,50).

Über 5000 Meter der Herren sorgte der Chemnitzer Marco Weber durch seinen ersten Titelgewinn für eine Überraschung. Der 22-Jährige siegte in persönlicher Bestzeit von 6:38,01 Minuten vor dem Berliner Tobias Schneider (6:38,87) und dem dreimaligen DM-Gewinner Rene Taubenrauch aus Erfurt (6:38,98).

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