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Frings hofft auf „nichts Schlimmes“ in Dortmund

Torsten Frings hat ein mulmiges Gefühl, doch keine Angst vor seiner Rückkehr nach Dortmund. „Ich hoffe auf nichts Schlimmes“, formulierte der Fußball-Nationalspieler seine Erwartungen vor dem ersten Auftritt im Westfalenstadion seit dem Wechsel zum FC Bayern München.

dpa MÜNCHEN. Torsten Frings hat ein mulmiges Gefühl, doch keine Angst vor seiner Rückkehr nach Dortmund. "Ich hoffe auf nichts Schlimmes", formulierte der Fußball-Nationalspieler seine Erwartungen vor dem ersten Auftritt im Westfalenstadion seit dem Wechsel zum FC Bayern München.

Damit spielte er die Brisanz des Duells herunter. "Wenn man nicht für Dortmund spielt, wird man schnell mal ausgepfiffen, aber das ist kein Problem für mich", meinte der 27- Jährige und sagte vor dem Klassiker den ehemaligen Kollegen den Kampf an: "Unser Ziel muss es sein, dass die Stimmung umkippt."

Frings muss wegen verschiedener Aussagen und einiger Sticheleien gegen seinen früheren Arbeitgeber mit einem gellenden Pfeifkonzert rechnen, doch der Mittelfeldspieler will sich davon nicht beeindrucken lassen. "Wir müssen kühlen Kopf behalten und dürfen uns nicht provozieren lassen", betonte Frings, der im vergangenen Sommer für 9,25 Mill. ? vom BVB nach München wechselte. Auch Felix Magath sieht einem heißen Empfang durch die Borussen-Fans gelassen entgegen. "Torsten ist ein erfahrener Profi und stabil genug."

Nach etlichen Debatten über seinen Abschied und einigen Vorwürfen aus Dortmund bemühte sich Frings demonstrativ um ein gutes Klima. "Ich hatte nie Probleme in Dortmund und habe immer alles für Borussia gegeben", sagte der Auswahlspieler, "ich habe gerne für den BVB gespielt, aber jetzt bin ich beim FC Bayern und fühle mich da sehr wohl." Beim obligatorischen Essen der Club-Vorstände könnte Frings ein Thema sein. Nach Informationen der "Sport-Bild" erhält Dortmund auf die Ablöse einen Nachschlag von 2,5 Mill. ?, falls die Bayern erneut die Champions League erreichen.

Während Frings im Blickpunkt steht, musste Sebastian Deisler unfreiwillig abtauchen. Wegen Problemen an den Adduktoren und der Achillessehne verzichtet Magath auf dessen Einsatz. Dagegen ist Michael Ballack nach auskurierter Angina dabei. Im Angriff bekommt Roy Makaay mit dem Iraner Vahid Hashemian wieder einen Partner, und im Mittelfeld kann der zuletzt ins Amateurteam versetzte Bastian Schweinsteiger auf einen Platz in der Startelf hoffen. "Er hat sich in Tel Aviv empfohlen", meinte Magath. Willy Sagnol kehrt nach mehrwöchiger Verletzungspause (zweifacher Armbruch) in den Kader zurück.

Nach den bisher laschen Darbietungen nahm Magath seine Stars erneut in Pflicht. "Ich verlange, dass sie mehr Risiko gehen", meinte der Bayern-Coach, der davon überzeugt ist, "dass das Spiel in Dortmund leichter wird als gegen Maccabi, weil wir nicht der haushohe Favorit sind. Dortmund wird und muss marschieren, wir dürfen uns nicht verstecken, müssen dagegen halten und versuchen, die Schwächen in der Borussen-Defensive auszunutzen."

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