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Frischer Wind auf dem Chipsektor

An New Yorks Aktienmärkten herrschte am Mittwoch Gewitterstimmung. Gewinnwarnungen und unerfreuliche Quartalszahlen bestimmten das Marktgeschehen. Erlösende Nachrichten gab es erst nach Handelsschluss.

Die überraschend guten Ergebnisse bei Advanced Micro Devices und Applied Micro Circuits dürften für frischen Wind auf dem Chipsektor sorgen. Intel, Micron Technologies und Texas Instruments legen vorbörslich an Wert zu.



Die Futures deuten am Morgen nach längerer Zeit wieder auf einen freundlichen Start. Der S&P 500 Future kletterte rund sechs Punkte ins Plus. Der Nasdaq Future wagte sich 60 Punkte ins positive Terrain.



Applied Micro Ciuruits konnte seinen Gewinn und Umsatz in den vergangenen drei Monaten im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppeln. Der Chiphersteller erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Gewinn von 26 Cents pro Aktie und übertraf die Erwartungen der Analysten um satte drei Cents. Der Umsatz stieg auf 97 Millionen Dollar. Weiter kündigte Applied Micro Ciuruits bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr einen Aktiensplitt an. Um die Aktien optisch attraktiver zu machen, werden die Titel im Verhältnis zwei zu eins gesplittet.



Advanced Micro Devices übertraf mit einem Gewinn von 64 Cents pro Aktie die allgemeinen Erwartungen der Analysten um zwei Cents. Damit konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt werden. Der Gesamtgewinn addierte sich in den vergangenen drei Monaten auf 219,3 Millionen Dollar. Im Vorjahr musste der Intel-Rivale noch einen Verlust von 105,5 Millionen Dollar hin nehmen. Mit der Umsatzentwicklung dürften Anleger und Investoren jedoch nicht ganz zufrieden sein. Statt der von Merrill Lynch erwarteten 1,23 Milliarden Dollar wies AMD nur Einnahmen in Höhe von 1,21 Milliarden Dollar aus.



Nachdem Lucent Technologies den Glasfasersektor mit enttäuschenden Zukunftsaussichten in die Tiefe zog, stärkt Konkurrent Corning dem Industriezweig heute den Rücken. Corning verkündete am Morgen die eigene Geschäftsentwicklung für das abgelaufene Quartal sei planmäßig verlaufen. Der erwartete Gewinn für das dritte Quartal werde im Rahmen der Erwartungen liegen oder diese sogar übertreffen. Anleger dürften erleichtert sein. Die Aktie des Glasfaserunternehmens solle heute an Wert zulegen. Konkurrenten wie JDS Uniphase waren vorbörslich ebenfalls gefragt.



Doch ganz ohne die tägliche Gewinnwarnung scheinen New Yorks Aktienmärkte nicht auszukommen. Home Depot warnte am Morgen, dass der Gewinn für das dritte Quartal die Erwartungen von 31 Cents pro Aktie nicht erfüllen werde. Wegen der lahmenden Umsatzentwicklung erwartet die Baumarktkette nun einen Gewinn von 28 Cents je Aktie.



Eher unerfreulich sind am Morgen die Quartalszahlen von General Motors ausgefallen. Der Gewinn ist im dritten Quartal um 5,5 Prozent geschrumpft. Die Einbußen erklärt der Autohersteller vor allem mit einem schwächeren Europageschäft und der geringeren Produktion von teuren LKWs in Nordamerika. Die unerfreulichen Zahlen sind keine Überraschung für die Anleger. Analysten hatten dem Unternehmen sogar nur einen Gewinn von 1,32 zugetraut, also einen Cent weniger. Erwartungsgemäß fällt General Motors schon vorbörslich.



Verkalkuliert haben sich Analysten bei Imax. Der Betreiber von Großleinwand-Kinos meldete gestern, das Unternehmen könne die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen und rechne für das dritte Quartal mit "leichten Verlusten". Die Konsensschätzungen liegen mit 23 Cents wesentlich höher. Vorbörslich bricht die Aktie schon mit 30 Prozent Verlust ein.



Weiterhin gespannt sein dürfen Anleger heute auf die Quartalszahlen von DoubleClick, Juniper Networks, PMC-Sierra, Office Depot.

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