Frischer Wind
Umweltminister Trittin setzt auf Windenergie

Unter Federführung des Umweltministeriums sei eine Strategie zur Nutzung der Windenergie auf hoher See erarbeitet worden, sagte Trittin bei der Eröffnung der Weltenergiekonferenz in Berlin.

dpa BERLIN. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) will in Zukunft verstärkt mit Windkraftanlagen auf dem Meer Energie gewinnen. Unter Federführung des Umweltministeriums sei eine Strategie zur Nutzung der Windenergie auf hoher See erarbeitet worden, sagte Trittin am Dienstag bei der Eröffnung der Weltenergiekonferenz in Berlin. Derzeit seien 29 Windkraftgebiete in Nord- und Ostsee geplant. Probleme gebe es noch bei der Vernetzung mit dem Festland. Die Bundesregierung wolle den Anteil der erneuerbaren Energiequellen an der gesamten Elektrizitätsproduktion bis 2010 auf 12,5 Prozent, bis 2020 auf 20 Prozent erhöhen, kündigte Trittin an. "Mit einer Vorreiterrolle auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie sorgen wir nicht nur für ein gutes Umweltimage, sondern auch für einen Standortvorteil." Der Ausstieg aus alternativen Energiequellen bedeute auch den massiven Verlust von Arbeitsplätzen.

Windkraftanlagen seien eher ein Segen als ein Schaden für die Natur, betonte Trittin. In den Windparks werde Fischerei unmöglich, es entstünden somit neue Rückzugsgebiete für bedrohte Fauna und Flora. Die Anlagen sollen ferner im tiefen Wasser entstehen, wo sie Meeresvögel nicht beeinträchtigen. Nach Angaben des Bundesverbandes WindEnergie ist die Windkraft die weltweit am schnellsten wachsende Energiequelle. Im Schnitt wachse die Branche jährlich um 30 bis 40 Prozent. Mit 8750 Megawattproduktion im Jahr 2001 belege Deutschland den Spitzenplatz, gefolgt von den USA mit 4250 Megawatt. Auf der Windenergiekonferenz beraten rund 600 Experten aus 60 Staaten bis zum 6. Juli neue Strategien zum Ausbau der Windkraft.

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