Fronten verhärtet
Südkorea will keinen Reis mehr an Nordkorea liefern

Nach dem Seegefecht zwischen Südkorea und Nordkorea will die südkoreanische Regierung Reislieferungen an den kommunistischen Norden einstellen. Auch die Nordkorea zugesagte Hilfe beim Aufbau eines Mobilfunknetzes wurde am Mittwoch ausgesetzt.

Reuters SEOUL. Südkoreas Präsident Kim Dae Jung hatte zuvor von Nordkorea eine Entschuldigung für das Seegefecht zwischen Kriegsschiffen beider Länder am Wochenende verlangt, bei denen vier Südkoreaner und eine unbekannte Zahl an Nordkoreanern getötet worden war. Nordkorea hat die USA für den Zwischenfall verantwortlich gemacht.

Aus hohen südkoreanischen Regierungskreisen verlautete am Mittwoch in Seoul, angesichts der Stimmung in der Bevölkerung nach dem Seegefecht müsse die Hilfspolitik für Nordkorea grundlegend überdacht werden. Das Landwirtschaftsministerium teilte mit, die Lieferung von 300 000 Tonnen Reis an Nordkorea, wo viele Menschen Hunger leiden, sei sehr unwahrscheinlich. Bei dem Reis handel es sich um Überschussmengen, die zur Preisstabilierung vom südkoreanischen Markt genommen werden sollen. Humanitäre Lebensmittelhilfe leistet Südkorea über das UNO-Welternährungsprogramm. type="unknownISIN" value="Uno" />

Das Ministerium für Telekommunikation teilte mit, die geplanten Gespräche über die Einrichtung eines Mobilfunknetzes im Norden seien abgesagt worden.

Die USA verschoben am Dienstag die Reise einer ranghohen Regierungsdelegation nach Nordkorea auf unbestimmte Zeit, wie das Außenministerium in Washington mitteilte. Grund für die Verschiebung sei neben dem Seegefecht die Tatsache, dass Nordkorea nicht auf Terminvorschläge der USA für die Gespräche reagiert habe, sagte ein Ministeriumssprecher.

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