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Früh-Erdbeeren mit Pestiziden belastet

Chemikalien in Erdbeeren aus Spanien, Marokko und Ägypten hat die Zeitschrift "Öko-Test" ausfindig gemacht.

dpa FRANKFURT/MAIN. In fünf von elf getesteten Proben seien die gesetzlichen Grenzwerte für einzelne Chemikalien überschritten worden, berichtete die Zeitschrift "Öko-Test" am Montag in Frankfurt. In vielen riesigen Monokulturen werde ungeniert zur Giftspritze gegriffen. Die von Öko-Test beauftragten Labore wiesen unter anderem das von der EU als möglicherweise Krebs erregend eingestufte Spritzmittel Kresoxim-Methyl nach, heißt es in dem Artikel der aktuellen Ausgabe.

Die beanstandeten Früchte stammten aus Spanien und Marokko. In den übrigen sechs Proben ließen sich laut Öko-Test zwar auch Pestizid- und Nitrat-Spuren nachweisen. Diese waren aber so gering, dass die Zeitschrift für diese Erdbeeren das Gesamturteil «sehr gut» vergab, das sich allerdings nicht auf den Geschmack erstreckt. Auch diese Früchte kamen aus Spanien und Marokko sowie aus Ägypten. Alle Proben wurden bereits im Februar in Berlin gekauft. Schwermetalle, zinnorganische Verbindungen oder krankheitserregende Bakterien wurden in den Früchten nicht gefunden.

Bei frühen ausländischen Erdbeeren müssten die Verbraucher besonders mit Chemikalienbelastung rechnen, schreibt die Zeitschrift. Die ab Mai erhältliche heimische Ware sei meist geringer belastet, frischer, preiswerter und schmackhafter. Ganz sicher gehen könne man nur mit Bio-Ware.

Das Hamburger Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) forderte Handel und Regierung auf, die Rückstandsproblematik bei Erdbeeren ernst zu nehmen. Supermärkte sollten in ihrem eigenen Interesse Analysen in Auftrag geben. Von Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) erwarte PAN den Einsatz für ein europaweites Pestizid- Reduktionsprogramm.

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