Frühe Gewinne aufgezehrt: US-Börsen drehen vor Intel-Zahlen ins Minus

Frühe Gewinne aufgezehrt
US-Börsen drehen vor Intel-Zahlen ins Minus

Angesichts der Unsicherheit im Vorfeld der nach US-Börsenschluss erwarteten Quartalsbilanz des Chipkonzerns Intel sind die amerikanischen Aktienmärkte am Dienstag ins Minus gedreht. Insbesondere die Technologiewerte seien zudem von der schwachen Prognose der Credit Suisse First Boston für den US-Computerhersteller Sun Microsystems belastet worden, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Die Bank hatte ihre Verlustprognose je Aktie für Sun Microsystems im Geschäftsjahr 2002 auf 14 von neun Cents erhöht. Diese Nachricht habe den Nasdaq-Index, der im frühen Geschäft noch mehr als ein Prozent zugelegt hatte, unter die psychologisch wichtige Marke von 2000 Punkten gedrückt, sagten Börsianer. Besser als erwartet ausgefallene US-Einzelhandelsdaten hatten die Kurse im frühen Geschäft dagegen zunächst beflügelt.

Der Dow-Jones-Index notierte gegen 21 Uhr 0,10 % im Minus mit 9 881 Punkten. Der technologielastige Nasdaq-Index fiel um 0,30 % auf 1 984 Zähler.

Die Titel von Sun Microsystems gaben 5,74 % auf 12,31 Dollar nach. Credit Suisse First Boston hatte ihre erhöhten Verlusterwartungen für das Unternehmen mit der voraussichtlich weiter schwachen Nachfrage nach Servern begründet. Im zweiten Quartal dürfte das Unternehmen seine Umsatz- und Verlustprognose jedoch treffen, teilte die Bank weiter mit.

Im Blickpunkt der Investoren standen außerdem die Titel des Chipkonzerns Intel, der sein Quartalsergebnis nach US-Börsenschluss veröffentlichen will. Intel-Papiere notierten im Verlauf 1,87 % schwächer mit 34,19 Dollar. Joe Osha, Analyst bei der US-Investmentbank Merrill Lynch, teilte den Kunden der Bank mit, er erwarte, dass Umsatz und Ergebnis von Intel im vierten Quartal im Rahmen der Unternehmensprognosen ausfallen. "Wir werden warten, was sie zu sagen haben. Sollten sie ihr Ziel erreichen oder darüber liegen, dürfte der Markt seine Rally vom Jahresbeginn fortsetzen", sagte Lance Zipper, von Brean Murray & Co. Die Titel des US-Netzwerkausrüsters Juniper Networks verloren 1,77 % auf 17,80 Dollar. Auch Juniper will nach Börsenschluss seine Quartalsergebnisse vorlegen.

Zuvor hatten nach Händlerangaben besser als erwartet ausgefallene Daten zum Einzelhandelsumsatz in den USA im Dezember die Hoffnungen auf ein besseres Konsumklima gestärkt und die Kurse beflügelt. "Wenn die Einzelhandelsumsätze sich jetzt ziemlich gut halten, habe ich die Hoffnung, dass der Verbraucher weiter o.k. ist", sagte Jay Mueller, Portfolio Manager bei Strong Capital Management. Der Einzelhandelsumsatz in den USA war im Dezember nach Daten des US-Handelsministeriums zum Vormonat um 0,1 % gesunken. Volkswirte hatten einen Rückgang von 1,4 % erwartet.

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