Frühe Verluste schnell wettgemacht
Nemax hält sich über 1300 Punkten

Der Neue Markt hat seine frühen Verluste schnell wettgemacht und sich nach Ansicht eines Händlers als "unkaputtbar" erwiesen. Der Nemax 50 übersprang schon am Morgen die Marke von 1 300 Punkten und hielt sie im Handelsverlauf. Zuletzt stand der Auswahlindex bei 1 305,13 Punkten. Das war ein Aufschlag von 0,89 %. Der All Share legte um 0,67 % auf 1 232,98 Punkte zu.

dpa-afx FRANKFURT. Der Neue Markt sei derzeit "unkaputtbar", sagte ein Händler. Die morgendliche Schwäche sei lediglich eine "Fünfminutenaktion" gewesen. "Diese Stärke ist schon beachtenswert." Selbst der ifo-Geschäftsklima-Index konnte den Aufwärtstrend nicht stoppen. "Der ifo-Index hat niemanden interessiert, jeder wusste, der wird schlecht ausfallen. Außerdem läuft der Markt nicht wegen der Fundamentaldaten, sonst dürfte er gar nicht laufen", urteilte der Marktteilnehmer. Allerdings seien die Umsätze im Vergleich zu Montag und Dienstag rückläufig.

An der Spitze des Auswahlindex etablierten sich D. Logistics . Nach der Bekanntgabe der Neunmonatszahlen, die besser ausgefallen sind als erwartet, stieg die Aktie um satte 20,65 % und kostete 11,10 Euro. In der Spitze hatte sie mehr als dreißig Prozent auf 12,00 Euro gewonnen. Ein Händler und Mario Kristl von der Helaba Trust zeigten sich von den Zahlen beeindruckt. Beide sahen ihre Erwartungen übertroffen. Die Helaba rechnet außerdem mit einem starken vierten Quartal. Damit sei das Unternehmen "auf gutem Wege", die Schätzungen für das Gesamtjahr zu erfüllen. Damit sollte D. Logistics-Umsätze von 715,4 Mill. Euro erwirtschaften und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 37,2 Mill. Euro erzielen.

Ein anderer Händler sprach von "Bombenzahlen". Allerdings dürften einige Marktteilnehmer schon am Dienstag wieder mehr gewusst haben: Schon am diesem Tag hatte die Aktie um 10,44 % zugelegt. "Da stolpert ja meine Oma mit dem Krückstock drüber", sagte der Händler.

SCM Microsystems verloren von allen Titeln im Nemax 50 am stärksten. Sie büßten 10,46 % auf 13,69 Euro ein, dicht gefolgt von Pixelpark . Die Anteilsscheine des IT-Dienstleisters wurden nach enttäuschenden Zahlen von renommierten Analystenhäusern wie Dresdner Kleinwort Wasserstein und Goldman Sachs herabgestuft und verloren 7,19 % auf 7,10 Euro. Nach Ansicht eines Händlers drückten nach wie vor die schwachen Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres den Titel ins Minus. Außerdem sollten die Kommentare von Bertelsmann, demzufolge sich der Medienkonzern nicht von Pixelpark trennen werde, nicht überbewertet werden. Das könne sich sehr schnell ändern, vor allem wenn die Zahlungsunfähigkeit drohe. Außerdem belasteten die negativen Analystenkommentare.

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