Früher als Piech-Nachfolger gehandelt
Brasilien-Chef verlässt Volkswagen

Der Brasilien-Chef des Volkswagen-Konzerns Herbert Demel wird gegen Ende des Jahres zum österreichischen Automobil-Zuliefererkonzern Magna Steyr wechseln.

Reuters SAO PAULO. Ein VW-Sprecher in Sao Paulo bestätigte entsprechende frühere Angaben aus Industriekreisen. Der 48-jährige Demel solle die zur kanadischen Magna International Group gehörende Magna Steyr unter anderem auf einen Börsengang vorbereiten und die Expansion in den USA vorantreiben, hatte es zuvor geheißen.

Magna Steyr stellt vorwiegend Sportwagen für eine Vielzahl europäischer Autohersteller wie BMW und DaimlerChrysler her. Die Gruppe fertigt unter anderem das Chrysler-Modell Jeep Grand Cherokee und den neuen Geländesportwagen X3 von BMW. Das Unternehmen setzt jährlich rund 1,5 Milliarden US-Dollar um.

Bevor der derzeitige VW-Chef Bernd Pischetsrieder den Vorstandsposten beim Wolfsburger Konzern übernahm, wurde Demel sogar als Nachfolger des ehemaligen VW-Konzernchefs Ferdinand Piech gehandelt.

Der ausgebildete Ingenieur Demel war 1990 vom Bosch-Konzern zur VW-Tochter Audi gestoßen, wo er nach Einschätzung von Beobachtern für einen Aufschwung sorgte. Als weiterer Erfolg wird ihm der Turnaround bei den von Schwierigkeiten geplagten VW-Aktivitäten in Brasilien zugeschrieben. VW hatte 1997 Demel nach Brasilien entsandt. VW setzte im vergangenen Jahr knapp zehn Prozent seiner Fahrzeuge in Brasilien ab und beherrscht hat dort rund 30 Prozent des PKW-Marktes inne.

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