Frühere Gewinne gegenüber Euro abgegeben
Irak-Erklärung drückt den Dollar

Der Dollar hat am Donnerstag Gewinne gegenüber dem Euro abgegeben, nachdem die USA Irak Verstöße gegen die jüngsten UNO-Resolution vorgeworfen und militärische Konsequenzen angedroht hatten, sollte das Land weiter unkooperativ bleiben.

Reuters NEW YORK. Der Euro schloss in New York mit 1,0274/88 Dollar. Vor der Irak-Erklärung fiel der Euro im US-Handel bis auf 1,0212 Dollar vom Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) von 1,0273 (Vortag 1,0240) Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Dollar mit 120,44/52 nach 121,08/16 Yen am Vorabend gehandelt.

US-Außenminister Colin Powell sagte in Washington, es werde keine friedliche Lösung geben, wenn Iraks Regierung in den kommenden Wochen weiter Lügen auftische. Der Chef der UNO-Waffeninspektoren, Hans Blix, hatte zuvor von Widersprüchen in dem irakischen Waffendossier gesprochen. Großbritannien erklärte, Irak sei seinen von der UNO auferlegten Verpflichtungen nicht nachgekommen. Die USA und Großbritannien haben mit einem Militärschlag gedroht, sollte Irak den UNO-Abrüstungsauflagen nicht Folge leisten.

Händler befürchteten vor allem, dass die anhaltenden Kriegsängste die Stimmung der Verbraucher in den USA weiter eintrüben. Dies bedeutet eine Belastung für den Dollarkurs, da die Verbraucherausgaben ein wesentlicher Motor der US-Wirtschaft sind. Sie machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung des Landes aus.

Gute Nachricht kam Händlern zufolge von der Fed von Philadelphia. Der Konjunkturindex der Fed von Philadelphia stieg im Dezember auf 7,2 Punkte von 6,1 Punkte im November. Volkswirte hatte einen Rückgang des Konjunkturindexes auf 5,0 Zähler erwartet.

Der Rückgang der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche auf 433 000 von 444 000 in der Vorwoche habe den Markt ebenso wenig beeindruckt wie der Anstieg des Indexes der Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität in den USA im November um 0,7 Prozent, sagten Händler.

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