Früherer Kapitän der deutschen Nationalmannschaft will Ungarn zur WM 2006 führen
Matthäus unterschreibt bis 2005 in Ungarn

Lothar Matthäus wird Trainer der ungarischen Fußball-Nationalelf. Seine Aufgabe: die Ungarn zur WM 2006 nach Deutschland führen.

HB BERLIN. Lothar Matthäus will die ungarische Nationalmannschaft zur WM 2006 nach Deutschland führen. Der 42-Jährige unterzeichnete am Sonntagmittag in einem Nobelhotel in Budapest einen Vertrag mit dem ungarischen Verband bis Ende 2005. Er gilt ab 1. Januar. Sollte sich Matthäus mit Ungarn für die WM-Endrunde in Deutschland qualifizieren, würde sich der Kontrakt automatisch verlängern.

Am Samstag hatte der deutsche Ehrenspielführer seinen Kontrakt mit dem serbischen Meister Partizan Belgrad überraschend aufgelöst und dabei von der Ausstiegsklausel seines bis 2005 laufenden Kontraktes Gebrauch gemacht.

Den Vollzug des Rücktritts bei Partizan vermeldete am späten Samstagabend der serbische Fernsehsender RTS unter Berufung auf eine Mitteilung des Klubs. Die Nachrichtenagentur Tanjug schrieb, die Vereinsführung sei «geschockt und überrascht» und berichtete von angeblich «schweren Meinungsverschiedenheiten» zwischen Matthäus und Klubchef Nenad Bjekovic.

Entscheidend für den Schritt ist angeblich unter anderem Ehefrau Marijana, die mit ihren drei Kindern in der ungarischen Metropole lebt und dort einen Modesalon betreibt. In der Qualifikation zur WM haben die Ungarn allerdings eine schwere Gruppe. Die derzeitige Nummer 67 der Weltrangliste muss sich mit den drei EM-Teilnehmern Schweden, Kroatien und Bulgarien sowie dem deutschen EM-Qualifikationsgegner Island und dem vom Deutschen Horst Heese trainierten Team Maltas auseinandersetzen. Der bisherige ungarische Nationaltrainer Imre Gallei hatte zum 1. Dezember seinen Rücktritt angekündigt.

Zum Aufgebot der Ungarn gehören unter anderen die Bundesliga-Profis Imre Szabics (VfB Stuttgart), die Berliner Gabor Kiraly und Pal Dardai sowie der Bremer Krisztian Lisztes.

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