Frühes Aus für Capriati
Blitzsieg von Kim Clijsters

Kim Clijsters deklassierte beim WTA-Turnier in Filderstadt Daniela Hantuchova mit 6:1 und 6:1 und erreichte damit das Viertelfinale. Die Weltranglisten-Erste brauchte für ihren Sieg nicht einmal eine dreiviertel Stunde. Damit hat Clijsters im Eiltempo den ersten Schritt zum erhofften belgischen "Showdown" um den Tennis-Thron gegen Justin Henin-Hardenne getan.

HB FILDERSTADT. In der Runde der besten acht des mit 650 000 ? dotierten Turniers trifft Clijsters am (morgigen) Freitag auf die Französin Amelie Mauresmo, die Patty Schnyder (Schweiz) mit 6:2, 7:6 (7:3) bezwang. In einem möglichen Finale gegen die Weltranglisten-Zweite Henin-Hardenne müsste die Spitzenreiterin dann gewinnen, um ihre Führung zu behaupten.

Unterdessen erwischte es eine ehemalige Weltranglisten-Erste bereits bei ihrem Auftaktmatch. Die als Nummer vier gesetzte Jennifer Capriati (USA) verlor 4:6, 2:6 gegen die wieder erstarkte Französin Mary Pierce. Lindsay Davenport erledigte dagegen ihre Pflichtaufgabe gegen die Japanerin Ai Sugiyama problemlos mit 6:2, 6:4.

Ungeachtet ihrer noch immer schmerzhaften Bänderdehnung im rechten Fuß, machte Clijsters im bislang schnellsten Spiel des Turniers kurzen Prozess mit Hantuchova. "Ich darf nicht über die Verletzung nachdenken", meinte Clijsters, die mit einem Tape-Verband spielt. Und auch die Führung in der Weltrangliste sowie das mögliche Duell gegen ihre befreundete Rivalin Henin-Hardenne, die bereits am Mittwoch ins Viertelfinale eingezogen war und sowohl bei den French Open als auch bei den US Open das belgische Aufeinandertreffen in diesem Jahr zu ihren Gunsten entschieden hatte, lässt die Weltranglisten-Erste zumindest während das Spiels kalt: "Dadurch ändert sich auf dem Court definitiv nichts." Dennoch gab auch Clijsters mit Blick auf den Spitzenplatz zu: "Es bleibt immer etwas Besonderes."

Dagegen hatte das Match gegen Hantuchova eher den Charakter einer gewöhnlichen Trainingsstunde. "Ich habe ihr erst gar nicht die Möglichkeit gegeben, ihr Spiel aufzuziehen", erklärte Clijsters, die sich vor allem über ihren verbesserten Aufschlag freute. Dennoch befürchtet die Top-Spielerin: "Im nächsten Match muss ich an meine Grenzen gehen."

Die hatte Jennifer Capriati dieses Mal in Filderstadt bereits bei ihrem ersten Auftritt erreicht. "Es ist nun Zeit für eine Pause, um nächstes Jahr zurückzukommen", meinte die 27-Jährige. Dabei ließ die Amerikanerin auch offen, ob sie beim Masters vom 5. bis 10. November in Los Angeles aufschlägt: "Ich gehe jetzt erst mal heim, und dann sehen wir weiter."

Den Blick nach vorn kann ihre Bezwingern Mary Pierce richten. Die ehemalige Weltranglisten-Dritte, die ihren letzten Turniersieg vor drei Jahren bei den French Open feierte, erreichte relativ problemlos das Viertelfinale. Und zehn Jahre nach ihrem Erfolg in Filderstadt hat die 28-Jährige auch die Freude an ihrem Sport zurückgewonnen: "Jahrelang habe ich es nicht so genossen. Jetzt habe ich wieder sehr viel Spaß beim Spielen."

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