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Frühlingsanfang an der Wall Street?

In der abgelaufenen Woche ist mit etwas Verspätung auch an der Wall Street der Frühling eingekehrt. Der Dow Jones Index hat erstmals seit dem 15. März wieder über der 10.000er Marke geschlossen. Der Nasdaq Composite hat seit dem 52-Wochentief zu Monatsanfang rund 15 Prozent zugelegt.

Während Konjunkturdaten nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben, standen Unternehmensmeldungen im Mittelpunkt des Interesses. Die neue Ertragssaison ist angelaufenen. Im Vorfeld hatten bereits zahlreiche Firmen ihre Prognosen wohlweißlich korrigiert und die Börse hat dankbar auf jedes Ergebnis reagiert, das die reduzierten Erwartungen erfüllt hat.

Dazu gehörte etwa der Mischkonzern General Electric. Wie Firmenchef Jack Welch süffisant angemerkt hat, seien Anleger gute Ergebnisse von General Electric gewohnt, und selbstverständlich habe das Unternehmen die Investoren auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Bei Technologieaktien hatte bereits zum Wochenanfang Amazon neue Kursphantasien geweckt. Der größte Onlineeinzelhändler geht davon aus, dass der Verlust im ersten Quartal geringer ausfallen wird als ursprünglich erwartet. Bis zum Jahresende peilt Amazon die Gewinnzone an. Ebenfalls positiv wurde die Kooperation mit traditionellen Firmen wie der Borders Group aufgenommen. Die Aktie hat rund 50 Prozent gewonnen, und auch im gesamten Sektor für steigende Kurse gesorgt. Am Mittwoch hatte Yahoo die Quartalszahlen vorgelegt, die leicht besser ausgefallen waren als prognostiziert. Allerdings werden die Ziele für das gesamte Geschäftsjahr voraussichtlich nicht erreicht. Als erste Maßnahme hat Yahoo angekündigt, zwölf Prozent der Arbeitsplätze zu streichen. Die Entlassungswelle in den USA setzt sich also weiter fort.

Am Donnerstag wurden noch reihenweise Konjunkturdaten veröffentlicht, die jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Erzeugerpreise sind im März 0,1 Prozent gefallen. Ein Zeichen für weiterhin nachlassenden Preisdruck in den USA. Einzelhandelsdaten sind im März ebenfalls gefallen und nicht wie erwartet leicht angestiegen. Was darauf hindeutet, dass die amerikanische Konjunktur eben doch noch schwächelt. Von Firmenseite haben die Einzelhandelskonzerne Wal-Mart, Sears Roebuck und Federated Department, das Mutterunternehmen des berühmten New Yorker Kaufhaus Macy´s, angedeutet, dass die Prognosen für das erste Quartal voraussichtlich nicht erreicht werden.<</p> p> In der kommenden Woche werden unter anderem General Motors, Philip Morris, Coca-Cola, IBM und Microsoft Geschäftsergebnisse melden. Von den Zahlen dürfte dann auch maßgeblich abhängen, ob die Frühlingsstimmung weiter anhält oder die abgelaufene Woche nur ein kurzes Strohfeuer gewesen ist.

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