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Frühlingsgefühle bei Vögeln des Wattenmeeres

In dem Naturschutzgebiet nördlich von Husum halten sich derzeit ungewöhnlich viele Vögel auf. Die ersten Graugans-Paare suchen bereits nach guten Brutplätzen.

dpa HUSUM. Die milden Februar-Temperaturen sorgen bei den Vögeln des Wattenmeeres für vorzeitige Frühlingsgefühle. "Im Beltringharder Koog ist die Hölle los", sagte der Biologe Klaus Günther vom WWF-Projektbüro Wattenmeer in Husum (Schleswig-Holstein) der Deutschen Presse-Agentur (dpa). In dem Naturschutzgebiet nördlich von Husum hielten sich derzeit ungewöhnlich viele Küstenvögel auf. Die ersten Graugans-Paare seien bereits auf der Suche nach guten Brutplätzen.

Viele der Vögel, die in niederländischen, französischen und englischen Küstengebieten überwintern, haben sich nach Angaben des Experten zufolge bereits wieder in Schleswig-Holstein eingefunden. Pfeifenten, Kiebitze, Goldregenpfeifer und Kampfläufer seien in großen Gruppen gesichtet worden. Sie gesellen sich zu denen, die ohnehin in milden Wintern in der Region ausharren.

Nach Günthers Schätzungen halten sich derzeit bis zu 400 000 Vögel an der schleswig-holsteinischen Westküste auf. Besonders die Feuchtwiesen der küstennahen Köge böten ihnen einen idealen Lebensraum: "Dort können sie fressen, schwimmen, baden, trinken und ruhen".

Bei den größeren Arten wie Graugänsen und Höckerschwänen, die als erste mit der Brut beginnen, seien die Vorbereitungen dafür zudem bereits im Gange: "Sie bilden Paare und zeigen schon territoriales Verhalten", sagte Günther. So stecken die Vögel die Grenzen des Gebietes ab, in dem sie ihre Nester anlegen wollen.

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