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'FTD': EU-Kommission will Post-Monopol knacken

Die Europäische Kommission will einem Pressebericht zufolge die Öffnung des deutschen Briefmarktes erzwingen.

dpa-afx HAMBURG. Die Europäische Kommission will einem Pressebericht zufolge die Öffnung des deutschen Briefmarktes erzwingen. Dazu wolle die Kommission noch an diesem Mittwoch ein Verfahren gegen Deutschland einleiten, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD/Mittwochausgabe) unter Berufung auf Kommissionskreise. Grund sei die Weigerung der Bundesregierung, den Konkurrenten der Deutschen Post Zugang zum Markt für so genannte postvorbereitende Dienstleistungen zu gewähren.

Damit gerät das deutsche Briefmonopol dem Bericht nach noch vor seinem voraussichtlichen Ende 2007 ins Wanken. Die Exklusivlizenz für den Transport von Briefen über 100 Gramm beschert der Deutschen Post laut "FTD" jährlich rund zwei Drittel ihrer Gewinne. In Folge des Drucks aus Brüssel laufe die Post Gefahr, einen beträchtlichen Teil davon mit der Konkurrenz teilen zu müssen. Das Volumen des Markts für die postvorbereitenden Dienstleistungen belaufe sich auf 15 Prozent des Gesamtbriefgeschäfts, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Branchenexperten. Dieses werde auf rund zehn Mrd. Euro geschätzt.

Die Post wiegelte der "FTD" gegenüber ab. "Wir glauben, dass das geltende Gesetz dem EU-Recht entspricht", zitiert die Zeitung einen Sprecher. Der Konzern sehe bis zum Ende des Briefmonopols schlimmstenfalls Umsätze von 150 bis 200 Mill. Euro gefährdet.

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