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'FTD': Preiserhöhung sichert Stromkonzernen Zusatzgewinn in Milliardenhöhe

Die etablierten Stromerzeuger erzielen durch die geplanten Preisanhebungen einem Pressebericht zufolge erhebliche Zusatzgewinne. "Etwa 1,1 Mrd. € an zusätzlichen Erträgen sichern sich E.ON , Vattenfall Europe , RWE und Enbw , wenn sie ihre angekündigten Preissteigerungen durchsetzen", sagte Felix Christian Matthes, Vizechef des Öko-Instituts in Berlin, der "Financial Times Deutschland" (FTD; Dienstagausgabe).

dpa-afx HAMBURG. Die etablierten Stromerzeuger erzielen durch die geplanten Preisanhebungen einem Pressebericht zufolge erhebliche Zusatzgewinne. "Etwa 1,1 Mrd. ? an zusätzlichen Erträgen sichern sich E.ON , Vattenfall Europe , RWE und Enbw , wenn sie ihre angekündigten Preissteigerungen durchsetzen", sagte Felix Christian Matthes, Vizechef des Öko-Instituts in Berlin, der "Financial Times Deutschland" (FTD; Dienstagausgabe).

Die angekündigten Preiserhöhungen der vier großen integrierten Stromkonzerne hatten empörte Kritik ausgelöst. Verbraucherverbände und Politiker warfen ihnen monopolistisches Verhalten vor. Die Firmen verteidigen sich mit Hinweisen auf steigende Steuern, Abgaben und Brennstoffpreise.

'Enorme Mitnahmeeffekte'

Nach Berechnung von Matthes erzielen die Konzerne jedoch "enorme Mitnahmeeffekte" durch die Mechanismen der Preisbildung am Strommarkt. Danach bildet der derzeit teuerste Energieträger, die Steinkohle, den Preismaßstab. Nach Angaben des Vereins der Kohle-Importeure kostete Kraftwerkskohle beim Grenzübergang im März 48,68 ? je Tonne, gegenüber 38,42 ? im ersten Quartal 2003. Am Spotmarkt verdoppelte sich der Preis. Allerdings kaufen die Kraftwerke dort deutlich unter zehn Prozent der Mengen ein.

Tatsächlich stamme jedoch ein Großteil des Stroms aus anderen Brennstoffen als Steinkohle, hieß es in dem Bericht weiter. 54 % erzeugen Atom- und Braunkohlekraftwerke. Zusammen mit etwa acht Prozent Ökostrom seien fast zwei Drittel der deutschen Stromerzeugung unabhängig von Weltmarktpreisen. Die Verteilung auf verschiedene Energieträger ist politisch gewollt, so die "FTD". Sie solle die Versorgungssicherheit verbessern und die Preissensibilität verringern.

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