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'FTD': US-Milliardär Kirk Kerkorian droht Verfahren wegen Insiderhandels

Dem US-Milliardär Kirk Kerkorian droht einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge ein Gerichtsverfahren wegen Insiderhandels. Der US-Großinvestor hatte vor rund fünf Jahren 7,6 Mill. Daimler-Aktien für insgesamt 661,6 Mill. $ verkauft, berichtete die Finanzzeitung in ihrer Montagsausgabe. Zuvor soll ihm ein Vertrauter im Daimlerchrysler-Aufsichtsrat "streng geheime" Konzerninformationen weitergegeben haben. Nach monatelanger Prüfung habe ein kalifornisches Gericht jetzt eine Klage von Kleinaktionären gegen den Milliardär zugelassen, hieß es weiter.

dpa-afx HAMBURG. Dem US-Milliardär Kirk Kerkorian droht einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge ein Gerichtsverfahren wegen Insiderhandels. Der US-Großinvestor hatte vor rund fünf Jahren 7,6 Mill. Daimler-Aktien für insgesamt 661,6 Mill. $ verkauft, berichtete die Finanzzeitung in ihrer Montagsausgabe. Zuvor soll ihm ein Vertrauter im Daimlerchrysler-Aufsichtsrat "streng geheime" Konzerninformationen weitergegeben haben. Nach monatelanger Prüfung habe ein kalifornisches Gericht jetzt eine Klage von Kleinaktionären gegen den Milliardär zugelassen, hieß es weiter.

Der Vorwurf lautet: James Aljian, der Kerkorian-Vertreter im Daimlerchrysler-Aufsichtsrat, habe in einer Aufsichtsratssitzung im Februar 1999 erfahren, dass Daimlerchrysler Erlösprobleme habe und für die nächsten Jahre mit einem Rückgang des Cashflows rechne. Obwohl dieser Bericht "streng geheim" war, so behaupten die Kläger, habe Aljian den Eigner Kerkorian informiert, was diesen zum Verkauf eines großen Teils seiner Aktien veranlasst habe. Die Daimler-Papiere seien nach der offiziellen Gewinnwarnung und der Veröffentlichung der schlechten Quartalszahlen um 8,8 % abgestürzt. Kerkorian habe mit seinen Verkäufen einen unmittelbaren Wertverlust von etwa 120 Mill. $ vermieden.

Auf dieses Geld erheben die Kläger Anspruch, berichtete die "FTD" weiter. Ihr Argument: Hätten Investoren von den Interna bei Daimlerchrysler gewusst, wären die Aktien zu einem niedrigeren Preis zu haben gewesen. Die Käufer seien geprellt worden. In vergleichbaren Fällen haben Richter schon einmal die Gesamterlöse des Aktienverkaufs als Schadensersatzsumme bestimmt.

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