Führende Marktstellung verteidigt
Handelsblatt-Gruppe schafft Turnaround

Die Verlagsgruppe Handelsblatt, Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, hat trotz schwieriger Marktlage ihre führende Marktstellung bei Wirtschaftsinformationen verteidigt.

HB DÜSSELDORF. Durch die schwerste Werbekrise seit Jahrzehnten ging der Umsatz der Verlagsgruppe im letzten Jahr auf 294 Mill. Euro (2001: 364 Mill. Euro) zurück. Mit einem Ergebnis (Ebitda) von 1,1 Mill. Euro schaffte die Gruppe den Turnaround im Vergleich zum Vorjahr (2001: minus 6,3 Mill. Euro). Insbesondere das "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" haben "sehr gute Renditen" erwirtschaftet, teilte die Verlagsgruppe mit. Besonders erfreulich haben sich die Fachmedien ("Absatzwirtschaft", "Lebensmittel Praxis") entwickelt. Sie erreichten mit 62 Mill. Euro den höchsten Umsatz seit ihrer Gründung.

Harald Müsse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe, sagte: "Wir haben auf die schwierige Marktlage bereits frühzeitig reagiert." Die Verlagsgruppe reduzierte ihre Kosten 2002 um 80 Mill. Euro. So wurde das Anlegermagazin "Telebörse" eingestellt, die Anteile am Nachrichtensender N-TV an RTL verkauft und die Online-Tochter Economy One neu ausgerichtet. Die Zahl der Mitarbeiter sank um knapp 14 % auf 1 815 Mitarbeiter.

Unterdessen hat sich die Monopolkommission gegen eine Übernahme der "Berliner Zeitung" durch Holtzbrinck ausgesprochen. Die Verlagsgruppe hatte zuvor für ihre Zeitung "Tagesspiegel" ein Stiftungsmodell zur Sicherung der redaktionellen Unabhängigkeit vorgeschlagen. Der Bundeswirtschaftsminister ist bei seiner Entscheidung, die Übernahme trotz einer Ablehnung des Bundeskartellamtes zu genehmigen, nicht an die Empfehlung der Monopolkommission gebunden. Die Verlagsgruppe gibt sich daher optimistisch. "Wir haben an dem Stiftungsmodell weiter gearbeitet, so dass wir nach wie vor an eine Erlaubnis des Ministers glauben", sagte ein Sprecher.

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