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Führende Privatbanken geben sich Geldwäsche-Richtlinien

AP ZÜRICH. Zwölf der größten internationalen Privatbanken wollen mehr zur Bekämpfung der Geldwäsche tun und haben sich auf einen globalen Standard der Sorgfaltspflichten geeinigt. Die neuen Richtlinien wurden zusammen mit der Organisation Transparency International und dem Schweizer Strafrechtsprofessor Mark Pieth erarbeitet.

Die Anti-Geldwäsche-Richtlinien des Private Bankings werden am kommenden Montag am Hauptsitz der Schweizer Großbank UBS in Zürich vorgestellt. Wie UBS-Sprecher Michael Willi zu Berichten der `Financial Times" und des Schweizer Radio DRS bestätigte, handelt es sich um elf Prinzipien, die von Indenfikationspflichten über Vorschriften zur internen Umsetzung bis zum Verhalten im Umgang mit Potentaten und Personen mit öffentlichen Funktionen reichen.

Neben den beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse Group haben sich folgende zehn Institute zur Einhaltung der neuen Richtlinien verpflichtet: die niederländische ABN Amro, Banco Santander aus Spanien, die US-Banken Citibank, Chase Manhattan und J. P. Morgan, die Barclays Bank aus Grossbritannien), die Deutsche Bank und die mit ihr fusionierte US-Bank Bankers Trust, HSBC (Hongkong/Großbritannien) und die Societe Generale aus Frankreich.

Neu ist an der Initiative zweierlei: Zum einen gehen die Richtlinien über den internationalen Standard hinaus, der von der Arbeitsgruppe Financial Action Task Force (FATF) festgelegt worden war. Zum anderen verpflichten sich die zwölf Institute, die Richtlinien global umzusetzen, also auch in ihren Niederlassungen in Offshore-Zentren.

Gemäß dem UBS-Sprecher haben die Arbeiten an den Richtlinien vor rund neun Monaten begonnen. Beschlossen wurden sie schließlich im Ausbildungzentrum der UBS auf dem Wolfsberg im thurgauischen Ermattingen. Sie haben deshalb die Bezeichnung Wolfsberg Anti Money Laundering Principles" erhalten. Bei der Präsentation am kommenden Montag werden auch der Präsident von Transparency International, der Deutsche Peter Eigen, sowie der Basler Strafrechtler Pieth anwesend sein. Sie sind international anerkannte Experten in der Korruptionsbekämpfung. Eigen ist der Gründer von TI, einer Nichtregierungsorganisation, die sich dafür einsetzt, die Verantwortlichkeit staatlichen Handelns auszuweiten und sowohl internationale als auch nationale Korruption zu bekämpfen. Pieth ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe der OECD gegen Korruption.

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