Führender Automobilhersteller der Welt
Chronologie: Fünf Jahre Daimler-Chrysler AG

Mit dem überraschenden Zusammenschluss der Stuttgarter Daimler-Benz und der Chrysler Corp mit Sitz in Auburn Hills (US-Bundesstaat Michigan) entstand vor fünf Jahren einer der führenden Automobilhersteller der Welt. Eine Chronologie:

HB/dpa DÜSSELDORF/STUTTGART.

12. Januar 1998: Daimler-Benz-Vorstandschef Jürgen Schrempp und Chrysler-Lenker Robert Eaton sprechen in Detroit zum ersten Mal über die Chancen einer Fusion.

7. Mai 1998: In London geben Schrempp und Eaton die "Megafusion" vor den Medien bekannt.

31. Juli 1998: Die US-Kartellbehörden in Washington genehmigen wie zuvor auch die EU-Kommission die Fusion der beiden Autoriesen.

18. September 1998: Daimler - und Chrysler-Aktionäre stimmen mit großer Mehrheit der Bildung der ersten "Welt-AG" zu.

17. November 1998: Der neue Autoriese Daimler-Chrysler nimmt nach sechsmonatiger Vorbereitung offiziell seine Arbeit auf. Die Aktie wird erstmals weltweit unter dem Ticker-Symbol DCX an den Börsen gehandelt.

29. Juli 1999: Nach der Halbjahres-Pressekonferenz in New York fällt die Aktie um 6,6 Prozent - die Talfahrt des Wertpapiers beginnt.

10. Januar 2000: Zusammen mit der Kleinwagenmarke smart verkauft Mercedes-Benz 1999 erstmals in seiner Geschichte mehr als eine Million Autos.

26. Januar 2000: Co-Vorstandschef Bob Eaton kündigt sein Ausscheiden an, Schrempp wird vom 1. April an alleiniger Chef.

28. Juli 2000: Daimler-Chrysler und der japanische Autobauer Mitsubishi besiegeln ihre im März angekündigte Zusammenarbeit. Der Stuttgarter Autokonzern übernimmt 34 Prozent der Anteile an Mitsubishi Motors. Am koreanischen Fahrzeughersteller Hyundai erwirbt das Unternehmen zehn Prozent.

4. August 2000: Mit dem Verkauf der verlustreichen Bahntechniktochter Adtranz an Bombardier konzentriert sich Daimler-Chrysler endgültig auf das weltweite Fahrzeuggeschäft.

17. November 2000: Schrempp tauscht die Chrysler-Führung aus. An Stelle des Amerikaners James Holden wird der Deutsche Dieter Zetsche neuer Chrysler-Chef. Zetsche kündigt wenig später an, dass 26 000 Jobs gestrichen werden und sechs Fabriken schließen müssen.

27. November 2000: Der Investor Kirk Kerkorian reicht bei einem Gericht in den USA eine milliardenschwere Klage ein, weil die angebliche Fusion unter Gleichen seiner Ansicht nach eine Übernahme von Chrysler war. Der Richter will Ende 2003 entscheiden, ob ein Prozess stattfindet.

26. Februar 2001: Schrempp erklärt in Stuttgart, dass Daimler-Chrysler durch die teure Sanierung bei Chrysler und Mitsubishi in die roten Zahlen rutschen wird. Er sagt, dass sich die Fusion von Daimler-Benz und Chrysler anders als geplant entwickelt habe. Auch die Lkw-Sparte steckt in der Krise, vor allem die US-Tochter Freightliner.

27. März 2002: Der Daimler-Chrysler-Manager Rolf Eckrodt wird neuer Präsident des japanischen Partners Mitsubishi Motors. Damit rückt erstmals ein Deutscher an die Spitze eines japanischen Großkonzerns.

31. Januar 2003: Daimler-Chrysler verjüngt und verkleinert seinen Vorstand. Ab Dezember werden 11 Vorstände den Autokonzern lenken - darunter nur noch ein Amerikaner.

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