Führung im Gesamtweltcup ausgebaut: Langläufer Sommerfeldt mit erstem Saisonsieg

Führung im Gesamtweltcup ausgebaut
Langläufer Sommerfeldt mit erstem Saisonsieg

Seinen ersten Weltcupsieg dieses Winters feierte der Oberwiesenthaler Ski-Langläufer René Sommerfeldt in Oberstdorf und konnte so die Führung im Gesamtweltcup ausbauen.

HB OBERSTDORF. Strahlender Sonnenschein in den Allgäuer Alpen und die Anfeuerungsrufe der rund 10 000 Zuschauer hatten ihn ins Ziel begleitet. Im Schluss-Sprint distanzierte er in der Doppelverfolgung nach 15 km im klassischen und 15 km im freien Stil den Schweizer Reto Burgermeister um 2,8 Sekunden. Der Drittplatzierte, Lukas Bauer aus Tschechien, büßte am letzten Anstieg seine Siegchancen ein.

"René hat sich den Sieg verdient. Schon den ganzen Winter war er vorne dabei, jetzt steht er endlich ganz oben", kommentierte Bundestrainer Jochen Behle die Glanzleistung seines Schützlings. Das erneut gute Abschneiden der Deutschen komplettierten Jens Filbrich (Frankenhain) als Siebter und Tobias Angerer (Vachendorf) als Elfter.

Ungewöhnlich früh fiel das Feld nach dem Massenstart auseinander. Nach vier Kilometern auf der klassischen Teilstrecke konnten sich Sommerfeldt, Bauer und Burgermeister absetzen. Während der Oberwiesenthaler zu gewachsten Brettern gegriffen hatte, liefen die beiden anderen auf Mikro-Skier, die an den Laufflächen geschuppt sind, was sich zwar an den Anstiegen als Vortei erwies. Doch bei den Abfahrten und auf den flachen Streckenteilen hatte Sommerfeldt Vorteile. "Ich hatte einen guten Ski, das war eine Top-Leistung unserer Techniker", vergaß der Sieger auch nicht die Arbeit des Techniker-Teams.

Athleten brachen das Rennen erschöpft ab

Auf den 15 Kilometern, die in der freien Technik gelaufen wurden, verhielt sich Sommerfeldt taktisch klug: Er leistete zwar immer wieder auch Führungsarbeit, bewahrte sich aber trotzdem bis zum Schluss Reserven. "Da hat er sehr gut ausgesehen", lobte Behle.

Beim Rennen wurde deutlich, dass die WM-Medaillen, die im nächsten Jahr in Oberstdorf vergeben werden, hart erkämpft werden müssen: Etliche Athleten brachen das Rennen erschöpft ab. "Es ist gut, dass so anspruchsvolle Strecken bei einer WM angeboten werden", sagte Behle angesichts der zahlreichen schweren Anstiege, die die Läufer absolvieren müssen. Und Sommerfeldt ergänzte: "Man muss topfit sein, wenn man hier Chancen haben will."

Doch noch gilt die Konzentration dieser Saison: Mit 668 Punkten auf dem Konto führt der 29-Jährige die Gesamtwertung des Weltcups bei noch neun ausstehenden Rennen souverän an. Der Schwede Mathias Fredriksson hat bereits 205 Zähler Rückstand. "Dieser Vorsprung ist jetzt schon beruhigend", sagte Sommerfeldt.

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