Führungsposition auf allen E-Commerce-Märkten Europas
E-bay übernimmt I-Bazar

In einem Schritt, der den europäischen Online-Handel neu definieren wird, hat das US-Auktionshaus die eBay Inc., der weltweite Online-Marktplatz, am Donnerstag seine Entscheidung bekannt gegeben, die iBazar S.A., einen Vorreiter des Online-Auktionshandels in Europa, zu erwerben. Die Übernahme von iBazar, in Verbindung mit der schon bestehenden starken Position von eBay auf Schlüsselmärkten Europas, wird eBays Stellung in Europa deutlich festigen und eBays weltweiten Marktplatz erheblich ausbauen.

dpa-AFX SAN JOSE/KALIFORNIEN. "Diese Transaktion ist für eBay ein enormer Schritt nach vorn." so Meg Whitman, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) bei eBay Inc. "Mit diesem strategischen Schachzug haben wir unsere gesamteuropäische Stellung ausgebaut und gleichzeitig unsere weltweite Nutzergemeinschaft gestärkt. Wir sind heute unserem Traum von einem Marktplatz, auf dem Menschen überall auf der Erde nahtlos mit fast allem Handel treiben können, sehr viel näher gekommen."

Das Unternehmen iBazar mit Sitz in Paris führte den Online-Handel zwischen Privatpersonen mit seinem Start im Oktober 1998 ein. Inzwischen bietet es Online-Märkte in acht Ländern an: Belgien, Brasilien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien und Schweden. iBazar hat insgesamt 2,4 Mill. registrierte Nutzer. Während des vierten Quartals 2000 konnte das Unternehmen mehr als 3,1 Mill. angebotene Artikel und ein Handelsvolumen (Gross Merchandise Sales) in Höhe von mehr als 95 Mill. $ melden. Gemessen an Handelsvolumen und Reichweite sind iBazars Websites auf allen Märkten des Unternehmens mit Ausnahme von Schweden führend.

"Wir haben iBazar zu einer der besten Websites im europäischen Auktionshandel gemacht." verkündete Pierre-François Grimaldi, Präsident und Gründer der iBazar S.A. "Als Teil eines größeren Unternehmens wird es einfacher werden, die nächste Stufe zu erreichen. Es war äußerst wichtig, einen Partner zu finden, der unsere Philosophie für den Online-Handel teilt. Im Internet gibt es keinen besseren Partner als eBay."

eBay ist derzeit auf neun internationalen Märkten außerhalb der USA vertreten, einschließlich Großbritanniens, Deutschlands, Österreichs, Frankreichs, Italiens, Kanadas, Australiens, Japans und Südkoreas. In den bestehenden europäischen Märkten setzten die eBay-Nutzer im vierten Quartal 2000 ein Handelsvolumen in Höhe von mehr als 137 Mill. $ um. Gemessen an Handelsvolumen und Reichweite ist eBay derzeit der führende Online-Marktplatz in Großbritannien, Deutschland, Kanada, Australien und Südkorea.

Die Übernahme, die durch Aktientausch abgewickelt wird, erfordert verschiedene Genehmigungen von Anteilseignern und Regierungs- sowie Regulierungsbehörden und soll im zweiten Quartal 2001 abgeschlossen werden. Als Gegenleistung für 100 % der im Umlauf befindlichen Anteile von iBazar wird eBay etwa 2,25 Mill. Stammaktien mit einem Mindestwert von 66 Mill. $ und einem Höchstwert von 112 Mill. $ emittieren, wobei der genaue Wert am Übernahmestichtag festgelegt wird. Auf der Grundlage vorläufiger Schätzungen ist zu erwarten, dass der Kaufpreis auch etwa 6 Mill. $ für durch die Übernahme entstehende Kosten enthalten wird. Das Unternehmen erwartet, dass die Berechnung des Goodwills auch etwa 30 Mill. $ im Zusammenhang mit der Übernahme von Nettoverbindlichkeiten zum Übernahmestichtag enthalten wird. Die Berechnung des endgültigen Kaufpreises und Goodwills kann signifikant von diesen Schätzungen abweichen und wird von einer Reihe von Faktoren abhängen, darunter die erforderliche Dauer bis zum Abschluss der Transaktion und iBazars Geschäftsergebnisse bis zu diesem Zeitpunkt.

Die Übernahme wird voraussichtlich einen nominellen Einfluss auf eBays Erträge im Jahr 2001 haben. Auf Pro-Forma-Basis, ohne Abschreibung auf Goodwill und andere immaterielle Aktiva, wird erwartet, dass eBays Nettoertrag pro Aktie im Gesamtjahr 2001 um vier Cents zurückgehen wird, wobei der deutlichste Rückgang im ersten vollen auf die Übernahme folgenden Quartal zu verzeichnen sein wird.

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