Führungsrolle in Kabul
Bundeswehr soll länger in Afghanistan bleiben

Die Bundesregierung hat sich erwartungsgemäß für eine Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes in der Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) ausgesprochen.

Reuters BERLIN. Das Kabinett beschloss am Mittwoch in Berlin nach Angaben des Bundespresseamts, dass die bis zu 1200 deutschen Soldaten sich auch nach Ablauf des bisherigen Mandats Ende Juni weiter an der internationalen Truppe beteiligen sollen. Das erforderliche Mandat muss jedoch der Bundestag noch beschließen. Die Vereinten Nationen (UNO) hatten zuvor eine Verlängerung des ISAF-Einsatzes bis Ende November beschlossen.

Deutschland stellt mit bis zu 1200 Soldaten das größte Kontingent nach Großbritannien, das die rund 4700 Mann starke Truppe führt. Die Bundeswehr führt unterhalb des Gesamtkommandos die Multinationale Brigade in der Hauptstadt Kabul. Die Truppe soll in Kabul und Umgebung für Sicherheit sorgen und damit die Übergangsregierung unter Ministerpräsident Hamid Karsai unterstützen.

Die Bundesregierung hatte mehrfach die Gesamtführung der ISAF-Truppe und eine Ausdehnung ihres Aufgabengebietes über Kabul und Umgebung hinaus abgelehnt. Die Führungsrolle würde die Bundeswehrkapazitäten überschreiten, eine Ausdehnung des Einsatzgebietes würde eine deutliche Erhöhung der Gesamtstärke der Truppe erfordern, lautet die Begründung.

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