Führungsstreit um Westerwelle und Gerhardt
Möllemann forciert Wechsel in der FDP-Parteispitze

ap BERLIN. Der Führungsstreit innerhalb der FDP hat sich weiter zugespitzt. Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Jürgen Möllemann will FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle nur dann für die Kandidatur um den Parteivorsitz unterstützen, wenn Möllemann im Gegenzug Kanzlerkandidat wird.

Die FDP will im Mai einen neuen Vorstand wählen. Westerwelle hatte eine Kandidatur gegen Parteichef Wolfgang Gerhardt öffentlich bisher ausgeschlossen. Trotzdem wurden aus Parteikreisen immer wieder Gerüchte über seine Ambitionen gestreut.

Möllemann sagte, es sei nicht mehr machbar, dass Wolfgang Gerhard Parteivorsitzender und Westerwelle Generalsekretär blieben. Der FDP-Landesvorsitzende sagte: "Die Hauptkampflinie wird sein: Gerhard gegen Westerwelle. Und jeder muss wissen, wen er als Verbündete haben will".

Lambsdorff: Personalquerelen schleunigst beenden

Der FDP-Ehrenvorsitzende Otto Graf Lambsdorff rief seine Partei unterdessen auf, die Personalquerelen schleunigst zu beenden. Er forderte Westerwelle erneut auf, sich klar über eine mögliche Kandidatur für den Parteivorsitz zu äußern. Lambsdorff kritisierte außerdem die FDP-Spitze. Ihr sei es nach zweijähriger Oppositionszeit im Bundestag nicht gelungen, die "positive inhaltliche Entwicklung so deutlich zu machen, dass es die Wähler verstehen", sagte er. "Und das liegt daran, dass stets Personalstreitigkeiten nach vorne gespielt werden."

Auch der FDP-Politiker Hermann Otto Solms forderte Gerhard und Westerwelle, die Personaldiskussion möglichst bald zu beenden und ein gemeinsames Personalkonzept vorzulegen.

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