Fünf Favoriten bei den Play-Offs
Hochspannung: Alba droht Wachablösung

Das Ausscheidungsrennen nach dem Modus "best of five" in den vergangenen Jahren war meist ein Solo- Lauf von Alba Berlin, doch jetzt ist alles möglich.

dpa FRANKFURT. Mit dem im Pokalfinale von ALBA bezwungenen "Hauptrundenmeister" Opel Skyliners Frankfurt, Vizemeister Telekom Baskets Bonn, Senkrechtstarter Rhein-Energy Cologne und Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen kratzen gleich vier ambitionierte Herausforderer am Thron des Titelverteidigers.

Alles ist möglich, wenn das Titelrennen nach 26 Spieltagen in der Hauptrunde der Basketball-Bundesliga (BBL) wieder bei Null beginnt. Symptomatisch ist, dass mit Leverkusen (7 Titel) und Berlin (5) die Meister der letzten zwölf Jahre nur als Vierter und Fünfter der Hauptrunde in die Playoffs gehen und einer der Giganten bereits im Viertelfinale die Segel streichen muss.

Duell zwischen US-Spielern Best und Alexis

Der Titelverteidiger geht mit dem Rückenwind des Pokalsiegs in die Playoff-Serie, in der die "Albarosse" durch die zwei Niederlagen in der Hauptrunde allerdings das Heimrecht im entscheidenden dritten oder fünften Spiel an Leverkusen verloren. "Wir haben Respekt vor Leverkusen, sind aber rechtzeitig in Playoff-Form gekommen", sagt Alba-Coach Emir Mutapcic vor der ersten Auflage des Klassikers am Sonntag (14.55/live im DSF), der im Zeichen zweier Spielsysteme (Angriff gegen Verteidigung) steht. Auch das Duell der beiden US-Boys Best (Bayer) und "Iceman" Alexis (Berlin) dürfte wieder Spiel entscheidenden Charakter bekommen.

Opel Skyliners-Coach: "Wir walzen sie alle platt"

Starke Töne schlägt Gordon Herbert, der Coach der Opel Skyliners, vor der am Samstag (15.00 Uhr) in der Frankfurter Ballsporthalle startenden Serie gegen Brandt Hagen an. "Wir sind bereit, sie alle platt zu walzen. Nachdem wir unser Tief überwunden haben, bin ich überzeugt, dass wir den Titel holen können", sagt der Kanadier, der nach dem knappen Scheitern in Euro-League und Pokal den ersten Meistertitel in die Main-Metropole holen will. Die Westfalen, die in der Hauptrunde gegen den Favoriten überzeugten (Sieg und Niederlage mit je einem Korbpunkt Differenz), wollen wenigstens ein zweites Spiel nach Hagen holen.

Gleiche Ambitionen hegt auch TSK Universa Bamberg gegen Bonn. "Playoffs sind Playoffs. Da spielt es keine Rolle, aus welcher Position man ins Rennen geht", sagt Trainer Dirk Bauermann, der die Franken mit acht Siegen in den letzten zehn Spielen auf Playoff-Kurs brachte. Bonns Trainer Predrag Krunic hat großen Respekt vor dem "erfahrenen und clever gecoachten Team". Bambergs Kapitän Rohdewald ist beim Wiedersehen mit seinem Ex-Club besonders motiviert. Die erste Partie steigt erst am Sonntag (18.30 Uhr) in der Bonner Hardtberghalle.

Als nicht zu unterschätzender Außenseiter geht auch Avitos Gießen in das Duell gegen den per "wild card" in die Eliteliga aufgenommenen Emporkömmling aus Köln (1. Spiel: Samstag/15.00 Uhr im Energy Dome). In schlechter Erinnerung haben die Kölner die Hessen durch ihren K.o. im Pokal-Achtelfinale. Damals fehlte allerdings der Ex-Gießener Bogojevic. Top-Spielmacher Obradovic erlitt einen Innenbandriss im Knie. Ausgerechnet gegen Gießen feiert der jugoslawische Welt- und Europameister sein Comeback, was dem Team von Erfolgscoach Svetislav Pesic eine neue Qualität verleiht. Dennoch warnt Pesic: "Gießen ist eine gefährliche Mannschaft, die jedes Team der Liga schlagen kann."

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