Fünf Jahresweltbestleistungen
Marion Jones unter elf Sekunden

Marion Jones war nicht zu bremsen, Tim Montgomery hat wieder mal den Mund zu voll genommen. Die Olympiasiegerin ist am Sonntag beim Grand-Prix-Meeting der Leichtathleten in Eugene (US- Bundesstaat Oregon) zum Saison-Auftakt über 100 m in 10,90 Sekunden als erste Frau in diesem Jahr unter elf Sekunden geblieben.

dpa EUGENE. Ihr US-Sprintkollege indes verfehlte über die gleiche Distanz mit der Siegerzeit von 9,97 Sekunden die angekündigte Verbesserung des Weltrekordes um 18/100 Sekunden. Die Zeit des Vize-Weltmeisters und Staffel-Olympiasiegers, der vor Kim Collins (St. Kitt's/9,98) gewann, findet nicht einmal Eingang in die Bestenlisten, da mit 3,5 m/s ein zu starker Rückenwind wehte. "Ich fühlte mich gut und hatte unheimlichen Spaß. Bis zu meinem Karriereende 2008 will ich hier jedes Jahr starten", versprach Marion Jones nach ihrem Sprinterfolg. Sie wäre womöglich noch schneller gewesen, wenn ihr nicht ein Fehlstart unterlaufen wäre. "Beim zweiten Mal bin ich lange sitzen geblieben. Als ich hoch schaute, waren die anderen schon unterwegs", erklärte die dreifache Olympiasiegerin, die am 12. Juni in Ostrava ihr Europa-Debüt geben wird.

Außer Marion Jones konnten vier weitere Athleten mit Jahresbestleistungen aufwarten. Olympiasiegerin Stacy Dragila (USA) steigerte die von ihr gehaltene Höchstmarke im Stabhochsprung um zehn Zentimeter auf 4,72 m. Danach versuchte sich die Amerikanerin vergebens an der Weltrekordhöhe von 4,82 m. Bei den Männern schwang sich Tim Mack (USA) über in diesem Jahr noch nicht übersprungene 5,84 m. Der dreimalige Weltmeister und Olympia-Zweite Hicham El Guerrouj (Marokko) blieb über die Meile in 3:50,89 Minuten fast fünf Sekunden unter der bisherigen Bestzeit. Seinen Weltrekord verfehlte er allerdings um über sieben Sekunden. Für die fünfte Bestmarke sorgte Marla Runyan (USA), die die 3000 m in 8:39,36 Minuten gewann.

Auch die anderen Gewinner überzeugten im "Hayward Field" vor 11 200 Zuschauern mit starken Leistungen. Allen voran Sprint-Diva Gail Devers. Die 35 Jahre Jahre alte Olympiasiegerin von 1992 und 1996 "flog" über die 100 m Hürden in 12,29 Sekunden so schnell wie nie. Die nur 8/100 Sekunden über dem von Jordanka Donkowa (Bulgarien) 1988 aufgestellten Weltrekord liegende Zeit findet aber wegen zu starken Rückenwindes (2,7 m/s) keine Anerkennung. Olympiasieger Allen Johnson (USA) blieb bei regulären Winbedingungen über 110 m Hürden in 13,16 Sekunden nur 12/100 Sekunden über seiner Bestzeit. Sein Landsmann Terrence Trammell wurde Zweiter in 13,17 Sekunden. Der Kenianer Abraham Chebii verfehlte über 5000 m in 13:13,53 Minuten die schnellste diesjährige Zeit um zwei Sekunden. Den hochkarätigen Kugelstoß-Wettbewerb gewann Kevin Toth mit 22,19 m vor seinen US-Landsmännern Adam Nelson (21,95) und John Godina (21,91). Im Hochsprung der Männer schob sich Charles Clinger (USA) mit 2,35 m an die zweite Position der Jahresbestenliste.

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