Fünf Menschen lebensgefährlich verletzt
Explosion durch Manipulation an Heizung

Die Explosion in einem Wohnhaus in der Kölner Innenstadt, bei der am Freitagmorgen fünf Menschen lebensgefährlich verletzt wurden, ist nach Angaben der Polizei durch Manipulationen an der Gasheizung ausgelöst worden.

Reuters KÖLN. Der 50-jährige Mieter einer vor der Zwangsräumung stehenden Wohnung habe offenbar absichtlich Gas in die Wohnung strömen lassen. Die Explosion wurde ausgelöst, als der Hausverwalter, ein Gerichtsvollzieher, ein Möbelpacker und der Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes am Morgen die Wohnung öffneten. Unklar blieb nach Polizeiangaben zunächst, ob der Mieter durch das Gas Selbstmord begehen oder eine Explosion verursachen und damit andere Menschen in Gefahr bringen wollte.

Bei der Explosion wurden den Angaben zufolge außerdem drei Menschen leicht verletzt in Krankenhäuser untergebracht. Weitere zwölf Menschen hätten leichte Verletzungen erlitten, die größtenteils ambulant oder noch am Unfallort behandelt worden seien. Zunächst hatte die Polizei von fünf schwer und zwei leicht verletzten gesprochen. Der genaue Tathergang werde derzeit von der Polizei und dem Landeskriminalamt untersucht, hieß es weiter.

Die Gasexplosion hatte sich am Morgen kurz nach neun Uhr am Neumarkt ereignet, einem Verkehrsknotenpunkt in der Kölner Innenstadt. Die Explosion belastete kurzzeitig auch den Aktienmarkt. Händler begründeten dies mit der Befürchtung eines erneuten Anschlags. Nach den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 hatten die Aktienmärkte weltweit wiederholt mit fallenden Kursen auf zunächst unklare Schadensereignisse reagiert, die auch mit einem Anschlag in Verbindung hätten stehen können.

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