Fünf Soldaten wurden untersucht
Entwarnung nach vermeintlichem Senfgas-Fund

Ein vermeintlicher Senfgas-Fund nahe Nadschaf in Zentralirak hat sich nach ersten Untersuchungen als Fehlalarm erwiesen.

vwd NAHE NADSCHAF. Ein Arzt habe fünf Soldaten untersucht, die nach dem Betreten eines irakischen Munitionslagers unter Hautirritationen und Übelkeit litten, sagte ein Sprecher der 101. US-Luftlandedivision am Dienstag. Der Mediziner gehe nicht davon aus, dass die Betroffenen mit Senfgas in Berührung gekommen seien. Der US-Militärgeheimdienstoffizier Adam Mastrianni hatte zuvor gesagt, nach ersten Tests hätten die Soldaten vermutlich Senfgas gefunden. Eine Sprecherin des US-Zentralkommandos hatte dies zunächst nicht bestätigt.

Die US-Armee hatte in den vergangenen Tagen mehrfach vermeintliche Chemiewaffenfunde gemeldet; die Meldungen stellten sich im Nachhinein aber als unbegründet heraus. So handelte es sich bei einem am Montag gefundenen angeblichen Chemiewaffenlager südlich von Bagdad um ein harmloses Depot von Pflanzenschutzmitteln. Auch in diesem Fall hatten Soldaten über Übelkeit und Hautflecken geklagt. Der angebliche Besitz von Massenvernichtungswaffen war einer der Gründe, mit denen die USA ihren Krieg gegen Irak gerechtfertigt hatten.

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