Fünf Spiele Sperre und 25 000 € Geldstrafe
Keine Gnade für den „lieben Willi"

Innenraumsperre und hohe Geldstrafe - Frankfurts Coach Willi Reimann muss für seinen Rüpel-Rempler von Dortmund gegen den vierten Referee teuer bezahlen - und das in einer Phase, in der seine im Abstiegskampf steckende Mannschaft gerade die Kurve bekommen zu haben scheint.

HB FRANKFURT/MAIN. Der erste Angriff eines Trainers gegen einen Schiedsrichter in 41 Jahren Bundesliga ist hart geahndet worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte am Mittwoch gegen Willi Reimann vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt ein Innenraumverbot für die nächsten fünf Spiele. Zusätzlich muss der 54-jährige Westfale für seine zwei Schubser in der Partie bei Borussia Dortmund eine Geldstrafe in Höhe von 25 000 ? zahlen. "Wir wollen keine weitere rechtliche Auseinandersetzung. Das Strafmaß hat größte Auswirkungen auf den Verein. Aber wir akzeptieren es", erklärte Reimanns Rechtsbeistand Christoph Schickhardt (Ludwigsburg).

Die von einem großen Medienaufgebot begleitete Sitzung in der Frankfurter DFB-Zentrale nahm eine überraschende Wende. Noch am Montag hatten Reimann und die Eintracht die Höhe der vom Kontrollausschuss geforderten Strafe abgelehnt und dadurch die mündliche Verhandlung ermöglicht. Kurz vor Verhandlungsbeginn überraschte Reimanns Anwalt mit einer persönlichen Erklärung seines Mandanten in zehn Punkten. Darin wurde die Höhe der Strafe akzeptiert und das Gericht gebeten, ohne Beweisaufnahme darüber zu entscheiden. "Wir mussten uns erst eine Meinung bilden, wie wir mit der angedrohten Strafe umgehen", begründete Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der Eintracht Fußball AG, den überraschenden Schritt. Sportrichter Rainer Koch (Poing) ging darauf ein und wertete die Erklärung als Schuldeingeständnis.

Reimann bedauerte sein Verhalten, als Trainer habe er sich nicht zu einer solchen Attacke hinreißen lassen dürfen. Bereits am Sonntag habe er sich öffentlich entschuldigt, dies am Montag persönlich bei seinem Kontrahenten Schriever nachgeholt. "Das Verhalten aller Schiedsrichter ist völlig korrekt gewesen", hieß es weiter in der Erklärung. Seine Äußerungen in der Pressekonferenz, als er Schriever als "Rambo" bezeichnet hatte und sich als Unschuldsengel darstellte, bezeichnete der Eintracht-Coach als "unbedacht und unsinnig".

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