Fünf Tote und 50 Verletzte
Selbstmordanschlag in israelischer Stadt Netanja

Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat sich am Freitag in der israelischen Küstenstadt Netanja in die Luft gesprengt und mindestens fünf Menschen mit in den Tod gerissen. Bei dem schweren Anschlag wurden etwa 50 weitere Menschen zum Teil schwer verletzt.

dpa/afp/rtr TEL AVIV/NETANJA/JERUSALEM. Unter den Verletzten waren auch Kinder und ein Baby. Eine bislang unbekannte Gruppe namens "Palästinensische Hisbollah" bekannte sich in einem Telefongespräch mit dem Zweiten Israelischen Fernsehen zu dem Anschlag.

Nach Augenzeugenberichten versuchte der Attentäter, in das Einkaufszentrum «Hascharon» einzudringen, wurde jedoch an der Eingangstür von einem Sicherheitsbeamten angehalten. Daraufhin zündete er einen Sprengsatz, den er offenbar in einem Gürtel um den Leib geschnallt hatte.

Das Einkaufszentrum war zum Zeitpunkt des Anschlags gut besucht mit Einkäufern, die Erledigungen für den Sabbat machen wollten. "Der Markt war innerhalb von drei Minuten leer", sagte ein Augenzeuge im israelischen Rundfunk. "Die Explosion war unbeschreiblich laut, so etwas habe ich noch nie gehört". Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab und suchte nach weiteren Sprengsätzen. Die Verletzten wurden in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht.

Ein israelischer Abgeordneter hat die palästinensische Autonomiebehörde für den Selbstmordanschlag verantwortlich gemacht. Die Behörde von Palästinenserpräsident Jassir Arafat trage die Verantwortung für solche Verbrechen, sagte Dan Meridor, Vorsitzender des Verteidigungs- und Außenausschusses im israelischen Parlament, am Donnerstag. Zur Begründung sagte er, die Autonomiebehörde lasse "Terroristen" der radikalen Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad frei, die palästinensischen Sicherheitsdienste arbeiteten mit den Extremisten zusammen und der palästinensische Rundfunk rufe zur Gewalt auf.

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