Fünf Weltrekorde für Phelps
Goldener WM-Abschluss für DSV-Schwimmer

Dritter WM-Titel für Hannah Stockbauer, goldener Abschluss durch Thomas Rupprath mit Weltrekord: Deutschlands Schwimmer haben sich bei der WM in Barcelona mit fünf Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen als Europas Nummer 1 und Dritte in der Welt behauptet.

HB/dpa BARCELONA. Die 21-Jährige schwamm als umjubelte Siegerin über 800 m Freistil auf den Thron als erfolgreichste deutsche WM- Starterin. Der Rekordjäger aus Wuppertal erfüllte sich über 50 m Rücken in 24,80 Sekunden seinen WM-Traum. Ein Jahr vor Olympia 2004 in Athen gab es aber auch Enttäuschungen: Nach Platz vier für die Lagen- Staffel der Frauen verpassten die deutschen Männer den Endlauf. Sandra Völker ging als Fünfte über 50 m Freistil wieder leer aus.

Beim Weltrekordfestival von Barcelona mit 14 neuen Bestmarken lösten die USA Australien wieder als Nummer eins der Welt ab. US-Boy Michael Phelps stahl Australiens Star Ian Thorpe die Schau und wurde mit 18 Jahren mit fünf Bestzeiten zum Serien-Weltrekordler. Mark Spitz (USA) hatte 1972 bei Olympia in München vier Bestmarken auf einer Veranstaltung geschafft. Phelps krönte seinen WM-Auftritt am Sonntag mit Titel Nummer drei in Weltrekordzeit (4:09,09) über 400 m Lagen. "Zar" Alexander Popow aus Russland wurde mit 31 Jahren zum zweiten Mal nach 1994 Doppel-Weltmeister im Freistil-Sprint.

"Einfach Augen zu und geballert" - so machte Hannah Stockbauer über 800 m Freistil auf der letzten Bahn aus einem Rückstand noch den Triumph. Drittes Finale, dritter Sieg, schon ihr fünftes Einzel-Gold bei Weltmeisterschaften. "Das war eins der härtesten Rennen, die ich je hatte", sagte die Erlangerin nach dem Krimi gegen Diana Munz aus den USA, wollte "nur noch tot ins Bett fallen". Hannah Stockbauer war "baff und sprachlos, stolz darauf, besser zu sein als Michael Groß". Groß und Kornelia Ender als bisherige deutsche Rekordhalter hatten vier WM-Einzeltitel geschafft. Nach einem kurzen Urlaub läuft für Hannah Stockbauer ab 13. August der Countdown für das "Unternehmen Gold" in Athen.

"Ich habe gekämpft bis zum Umfallen", sagte Thomas Rupprath nach seinem Triumph über 50 m Rücken. "Ich habe meine Traumzeit geschafft und bin superglücklich." Er holte das einzige Gold für die deutschen Männer. Sein Vereinskollege Steffen Driesen wurde Vierter.

Beckmann durfte am Schlusstag aber nicht nur jubeln. Die Männer- Lagenstaffel sorgte als Vize-Weltmeister von 2001 für das zweite peinliche Vorlauf-Aus. "Das war der herausragende Tiefpunkt", sagte Beckmann. Bundestrainer Manfred Thiesmann wurde drastisch: "Sehr Scheiße." Weltmeister wurde das Quartett aus den USA in 3:31,54 Minuten mit Weltrekord.

In die Kategorie "Wahnsinn" gehörten die 100 m Schmetterling. Binnen zwei Tagen pulverisierten der Ukrainer Andrej Serdinow, Phelps und am Ende dessen Landsmann Ian Crocker den Weltrekord des Australiers Michael Klim. Crocker wurde schließlich in 50,98 Champion. Thomas Rupprath blieb nur Platz 5. Der Australier Grant Hackett gewann über 1500 m Freistil zum dritten Mal hintereinander.

Die Rekordflut ist für Beckmann Herausforderung: "Das sind klare Zeichen für Athen. Nächstes Jahr muss noch schneller geschwommen werden, um in die Medaillenränge zu kommen. Wir fühlen uns in einer guten Ausgangsposition für Olympia, trotz einiger Schwachstellen."

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