Fünf-Wochen-Hoch bei lustlosem Handel
T-Aktie stützt den Dax

Der Index aus 30 Standardwerten schloss bei 7 339,22 Punkten und damit um 0,44 % im Plus. Gleichzeitig kletterte der MDax um 0,47 % auf 4 909,86 Zähler. Am Neuen Markt stieg der Nemax 50 (Performance-Index) um 1,10 % auf 5 750,21 Punkte. Die Börse in Paris tendierte knapp behauptet, in London wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt. Die im EuroStoxx-50 zusammengefassten europäischen Standardwerte legten in Paris um 0,55 % auf 5 204,18 Punkte zu.

rtr/dpa FRANKFURT/MAIN. Nach dem freundlichen Trend in der Vorwoche stieg der Dax am Montag weiter und ging 0,44 Prozent höher mit 7339,22 Punkten aus dem Handel, dem höchsten Schlusskurs seit dem 21. Juli. Die Umsätze blieben nach Angaben eines Frankfurter Händlers sogar noch unter dem sehr niedrigen Niveau der Vorwoche.

Nach der Ankündigung der Telekom , die US-Firma Powertel für 5,9 Mrd. $ erwerben zu wollen, legte die T-Aktie um 1,24 % auf 44,85 Euro zu. Ausschlaggebend für das Plus der T-Aktie sei jedoch die Bekanntgabe der Halbjahreszahlen an diesem Dienstag, erklärte der Analyst Theo Kitz von Merck Finck & Co. Viele Anleger hätten noch Telekom-Papiere gekauft, um sie dann am Tag der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse wieder zu verkaufen.

Chemieaktien entwickelten sich uneinheitlich. Während BASF um 1,45 % auf 42,80 Euro zulegten, gaben die Bayer -Aktien um 0,78 % auf 48,30 Euro nach. "Nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen investieren Anleger wieder in die BASF-Aktie", erklärte Analyst Michael Butscher von der Münchner Privatbank Merck Finck & Co. Der Markt habe "viel zu heftig" auf die Halbjahreszahlen reagiert. Nun sei die BASF-Aktie wieder günstig zu haben.

Schlusslicht im Dax war die Aktie der Commerzbank . Der Bankentitel verbilligte sich um 2,08 % auf 36,70 Euro. Die Commerzbank muss sich weiterhin gegen die Investorengruppe Cobra wehren. Die italienische Generali könnte nach einem Bericht des "Handelsblatts" ihren Anteil an der Commerzbank noch in dieser Woche auf rund zehn Prozent aufstocken.

Überwiegend fester notierten die Werte im mittelgroßen Werte im MDax. Der Index stieg um 0,47 Prozent auf 4909,86 Punkte und lag damit nur um sieben Zähler unter seinem Jahreshoch. Der SDAX legte 7,01 auf 3.442,44 Punkte zu.

Stinnes verteuerten sich um 2,00 auf 32,20 Euro (+6,62 Prozent). Babcock Borsig gewannen 2,29 auf 48,29 Euro (+4,98 Prozent) und DePfa 3,60 auf 98,40 Euro (+3,80 Prozent). Unter Druck standen hingegen Spar, die 0,14 auf 3,42 Euro einbüßten (-3,93 Prozent). Pro Sieben verloren 6,50 auf 165,00 Euro (-3,79 Prozent) und Porsche 135,00 auf 3 915,00 Euro (-3,33 Prozent).

Gute Stimmung am Neuen Markt

Am Neuen Markt stieg der Nemax-Index um 0,91 Prozent auf 5225,03 Zähler und der Nemax50 für die größten Werte des Segments um 1,1 Prozent auf 5731,91 Punkte. Beide Indizes schlossen damit nur knapp unter ihren Tageshöchsständen.

Die Aktien des Internetdienstleisters T-Online kletterten um 1,6 Prozent auf 28,80 Euro. Die Telekom-Tochter sei nicht mehr an einer Übernahme des spanischen Internet-Portals Yacom interessiert, hatte das Unternehmen am Montag mitgeteilt. Zuvor hatte es einen Medienbericht gegeben, wonach die Übernahme nach dem Rücktritt von T-Online-Chef Wolfgang Keuntje gefährdet sei. Keuntje war am Freitag von seinem Posten zurückgetreten. Der T-Online-Kurs war daraufhin deultich unter Druck geraten.
Zu den Verlierern gehörten auch LPKF Laser & Electronics AG und die Bintec AG . Bintec hatte am Morgen nach Angaben von Händlern schlechte Halbjahreszahlen bekannt gegeben, worauf es zu Verkäufen kam. Zudem hatte die WestLB den Titel auf "Underperformer" herunter gestuft. Die Aktien fielen um 22,7 Prozent auf ein Jahrestief von 15,99 Euro. Der Kursverlust bei LPKF Laser & Electronics sei noch auf die Rückstufung der Titel durch die Commerzbank am Freitag zurückzuführen, sagte ein Börsianer. LPKF schlossen nach einem Tagestief von 38 Euro am Ende mit 41,99 Euro 5,2 Prozent im Minus.

Im Plus notierten Girindus . Die Titel legten 9,8 Prozent auf 28 Euro zu. Händler führten den Kursgewinn darauf zurück, dass der Wert am Freitag von der Stadtsparkasse Köln in das 3-Sat Börsenspiel-Depot aufgenommen worden sei. Fluxx.com AG stiegen um 27,8 Prozent auf 43,46 Euro. Einem Händler zufolge gibt es einen größeren institutionellen Käufer am Markt. Das am Morgen gemeldete Joint Venture in Südkorea dürfte dagegen keinen Einfluss auf den Kurs genommen haben, hieß es. Intershop Communications kletterten um 6,8 Prozent auf 95,95 Euro. Der Software-Anbieter hatte zuvor über die Eröffnung eines Internet-Portals für den elektronischen Handel in China berichtet.

Der Euro schwächte sich leicht ab und wurde wieder knapp über der Marke von 90 US-Cent bei 0,9010 $ gehandelt. Der $ war 2,1714 DM wert. Die EZB hatte zuvor den Referenzkurs auf 0,9007 US- $ fest. Damit kostete der $ 2,1715 DM.

Am Rentenmarkt gab es vor der erwarteten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag kaum Bewegung. Der REX sank um 0,1 % auf 109,59 Punkte. Der Bund Future gab um 0,1 % auf 105,15 Punkte nach. Die Bundesbank hatte die Umlaufrendite am Mittag unverändert mit 5,33 % festgestellt.

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