Fünfkämpfer hoffen auf Außenseiter-Chance
Medaillenhoffnung der Fünfkämpfer angeschlagen

Alles hängt von Eric Walther ab. Sollte der angeschlagene Ex-Weltmeister wieder rechtzeitig fit werden, so würden auch die Chancen der übrigen Fünfkämpfer enorm steigen.

HB DÜSSELDORF. Das Knie des Ex-Weltmeisters hat bei Deutschlands Modernen Fünfkämpfern zu heftigen Diskussionen geführt. Im Januar ließ sich der Champion von 2003 an der Patellasehne operieren. Viel zu spät, um bei Olympia fit zu sein, hieß es beim Verband. "Das ist Quatsch. Ich bin auf dem richtigen Weg. Das Knie hält, es fehlt noch ein bisschen im Laufen", konterte der eigenwillige Berliner.

Der 29 Jahre alte Sportsoldat lebt seit Jahren für einen wenig beachteten Sport. Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten, Laufen - alles an einem Tag. Dafür nimmt Walther ein Pensum von täglich sechs Stunden Training in Kauf. Der Sieg bei der WM 2003 in Pesaro war Lohn für viele Mühen. Den Titel hat er im Mai in Moskau an den Litauer Andrejus Zadneprovskis verloren. "Das war nur eine Durchgangsstation", meinte Walther. Im Juni gelang ihm bei den internationalen deutschen Meisterschaften eine überzeugende Revanche.

Der Erfolg über Zadneprovskis macht Walther Mut, als zweiter Deutscher nach Olympiasieger Gotthard Handrick 1936 eine Medaille im Modernen Fünfkampf zu gewinnen. In seinem Sog wollen Steffen Gebhardt (Bensheim), ehemaliger Junioren-Weltmeister, und die frühere Europameisterin Kim Raisner (Berlin) ihre Außenseiter-Chancen nutzen.

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