Fünfkampf
Aufregung kostet Walther Medaille

Der Fünfkämpfer Eric Walther macht lange genug Leistungssport, um zu wissen, wie Nervosität im Wettkampf zu händeln ist. Die Enttäuschung sitzt tief - vor allem bei ihm selbst.

HB ATHEN. Ein Fahrkarten-Festival am Schießstand hat dem Modernen Fünfkämpfer Eric Walther die angestrebte Medaille gekostet. Der Weltmeister von 2003 und selbst ernannte Mitfavorit aus Berlin erlebte am Donnerstag mit Platz sieben seine zweite Olympia- Enttäuschung. Vor vier Jahren reichte es nur zu Rang 16. Auch der zweite deutsche Teilnehmer, Steffen Gebhardt (Bensheim), setzte in Athen die Fünfkampf-Deutung des griechischen Philosophen Aristoteles, Kraft und Schnelligkeit in schönster Harmonie zu vereinen, nicht optimal um. Er belegte den 17. Platz von 32 Pentathleten.

Mit der Entscheidung um Gold, Silber, Bronze hatte Walter nach seinen Fehlschüssen nichts mehr zu tun. Der 25-jährige Russe Andrej Moisejew trug mit einem überlegenen Sieg zum Medaillen-Endspurt seines Landes bei. Er verwies mit 5480 Punkten Weltmeister Andrejus Zadneprovskis (Litauen/5428) und Libor Capalini (Tschechien/5392) auf die Plätze zwei und drei. Der Olympiasieger schnappte Walther nebenbei auch noch den Olympischen Rekord in der Teildisziplin Schwimmen über 200 m Freistil weg.

"Das war eine Katastrophe. So etwas darf einfach nicht passieren", kommentierte Walther seinen Fehlstart in den Eintageswettkampf. Für den 29 Jahre alten Zeitsoldaten war Olympia im Prinzip nach den ersten fünf Schüssen mit der Luftpistole gelaufen. 14 Fahrkarten verrieten eine übergroße Nervosität. Dabei waren seine Freundin Sara und die Eltern zur Unterstützung aus dem Berlin-Reinickendorf nach Athen gereist.

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