Fünfte Runde der Tarifverhandlungen
Deutsche Bahn legt neues Angebot vor

Die Deutsche Bahn hat bei den Tarifverhandlungen für rund 145 000 Beschäftigte am Montag ein neues Angebot vorgelegt. Von 2001 an biete die Bahn generell eine Einkommensanhebung um ein Prozent und von April 2002 an um 1,5 % an, teilte die Eisenbahnergewerkschaft Transnet in Frankfurt am Main mit.

dpa/adx FRANKFURT/MAIN. Für die Mitarbeiter im Osten habe das Unternehmen für den Zeitraum von September bis Dezember 2000 eine Einmalzahlung von 800 DM angeboten. Das neue Angebot ist nach Auffassung der Gewerkschaft noch nicht akzeptabel, jedoch ein Schritt in die richtige Richtung.

Der Verhandlungsführer und Vizevorsitzende der Gewerkschaft TRANSNET, Lothar Krauß, hatte am Sonntag in Frankfurt am Main noch einmal deutlich gemacht, dass die Arbeitnehmerseite von der Bahn ein "ernsthaft verhandelbares Angebot" erwartet. "Anderenfalls provoziere der Arbeitgeber weitere Warnstreiks und Proteste der Arbeitnehmer", betonte er.

Die Bahngewerkschaft TRANSNET fordert nach eigenen Angaben Einkommenserhöhungen im Volumen von fünf Prozent und eine zügige Angleichung der Ost-Einkommen (derzeit 88 %) an das Tarifniveau der westdeutschen Bahnbeschäftigten. Die Tarifgemeinschaft (TGM) aus Verkehrsgewerkschaft GDBA und Gewerkschaft der Lokführer (GDL) verlangt neben der Ost-West-Angleichung vier Prozent mehr Einkommen. Darüber hinaus wird über die Ausstattung eines so genannten Zukunftssicherungsfonds verhandelt, der soziale Besitzstände der nicht beamteten Bahnbeschäftigten mittelfristig sichern soll. Der Bahnvorstand hatte sein Angebot für diesen Fonds zuletzt von 1,5 auf 1,7 Mrd. Mark aufgestockt, was von Gewerkschaftsseite aber weiterhin als völlig unzureichend bezeichnet wurde.

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