Fünfter Titelgewinn
Silke Kraushaar wieder deutsche Meisterin

Die Oberhofer Rennrodlerin Silke Kraushaar hat zum fünften Mal den deutschen Meistertitel gewonnen und geht somit als Favoritin an der Start bei der Europameisterschaft am kommenden Wochenende in Oberhof.

HB OBERHOF. Während die Olympiasiegerin von Nagano am Montag beim nationalen Championat auf ihrer Hausbahn erneut nicht zu schlagen war, holte sich die 20 Jahre alte Oberwiesenthalerin Tatjana Hüfner als Überraschungs-Zweite den letzten freien EM-Startplatz. Die für den BSC Winterberg startenden Thüringer Steffen Skel und Steffen Wöller trugen sich zehn Jahre nach ihrem ersten Titel bei den Doppelsitzern zum dritten Mal in die Siegerliste ein und sicherten sich ebenfalls das EM-Ticket.

Die 33 Jahre alte Silke Kraushaar fuhr der starken nationalen Konkurrenz, die seit November 1997 und 77 Rennen auch die internationalen Siege unter sich ausmacht, in 1:24,019 Minuten davon. "Wenn das neue Jahr so beginnt, wie das alte aufhört, dann bin ich zufrieden", meinte Kraushaar, die 1998 zum ersten Mal den nationalen Titel geholt hatte und deren Siegesserie nach drei Erfolgen in Serie erst im vergangenen Winter von Sylke Otto beendet worden war. Die Titelverteidigerin musste sich diesmal mit dem dritten Rang zufrieden geben. "Es ist aber alles im grünen Bereich", meinte Otto.

Das gilt vor allem aber für Ottos Vereinskollegin vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal, Tatjana Hüfner. "Gratulation für die Aufnahme ins A-Team", beglückwünschte Bundestrainer Thomas Schwab die Vize-Junioren-Weltmeisterin, die sich mit einem Rückstand von 0,167 Sekunden geschlagen geben musste. "Ich will bei der EM nun bestätigten, was ich gefahren bin", kündigte die 20-Jährige an, die sich im internen Duell gegen ihre Vereinskollegin Anke Wischnewski (4.) durchsetzte. Eine festen EM-Startplatz hat ungeachtet des fünften DM-Rangs die zweimalige Olympia-Zweite Barbara Niedernhuber (Königssee).

Um das letzte freie EM-Ticket fuhren auch die Doppelsitzer, nachdem sich André Forker an Heiligabend versehentlich die Sehne eines Fingers halb durchtrennt hatte und somit das Altenberger Duo Sebastian Schmidt/Forker auch für die EM ausfällt. In 1:23,843 Minuten nutzten Skel/Wöller die Gunst der Stunde mit einem deutlichen Vorsprung von 0,280 Sekunden auf Andre Florschütz/Torsten Wustlich (Oberhof/Oberwiesenthal). "Wir sind mit einem neuen Schlitten gefahren und damit richtig gut zurecht gekommen", erklärte Wöller, nachdem das erfahrene Duo vor der Saison noch in der Weltcup- Qualifikation gescheitert war. Die Titelverteidiger Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden) wurden nur Dritte vor Marcel Lorenz/Christian Baude (Oberhof). Mehr Paare waren nicht am Start.

Bereits am Sonntag hatte Jan Eichhorn vor seinem Oberhofer Vereinskollegen David Möller den Titel bei den Männern geholt. Der dreimalige Olympiasieger Georg Hackl hatte sich mit dem vierten Rang hinter Karsten Albert (Friedrichsroda) begnügen müssen.

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