Für 2001/2002 werden schwarze Zahlen erwartet
Micrologica mit rückläufigem Umsatz und höherem Verlust

Der am Frankfurter Neuen Markt notierte Micrologica-Konzern hat in den ersten sechs Monaten einen geringeren Umsatz und einen höheren Verlust verbucht.

Reuters HAMBURG. Der am Frankfurter Neuen Markt notierte Micrologica-Konzern hat in den ersten sechs Monaten einen geringeren Umsatz und einen höheren Verlust verbucht. Der Konzernumsatz hat sich auf 5,7 Mill. Euro gegenüber sieben Mill. Euro im Vorjahreszeitraum verringert, teilte der nach eigenen Angaben in Europa führende Anbieter von Computer-Telefonie-Integration am Dienstag in einer Pflichtmitteilung in Hamburg mit. Zugleich habe der Konzern-Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 7,6 Mill. Euro nach minus 495 000 Euro zugenommen. Auch das Nettoergebnis lag mit minus 7,5 Mill. Euro unter dem Vorjahres-Niveau.

Micrologica begründete den Rückgang mit der Vertriebspolitik im vergangenen Winter. Zugleich habe ein "ungezügelter" Personalaufbau die Kosten steigen lassen. Wegen branchentypischer Verlaufszeiten zwischen Auftragseingang und dem Eingang des Geldes sei eine "Ertragslücke" entstanden.

Im Rahmen der Sanierung sei es jedoch in den beiden vergangenen Monaten gelungen, die Aufträge um zehn Prozent oder 1,7 Mill. Euro deutlich zu verbessern. Gleichzeitig sei ein Fünftel der Arbeitsplätze abgebaut, Forderungsrückstände um 40 % verringert und anhängige Rechtsstreitigkeiten außergerichtlich beigelegt worden. Die eingeleitete Neuausrichtung werde zudem durch die kürzlich bereitgestellten frischen Mittel in Höhe von sechs Mill. Euro abgesichert.

In Zukunft werde sich Micrologica wieder stärker auf ihr ausgewiesenes Know-how in der Computer-Telecommunicaton- Integration-Technologie (CTI) konzentrieren. Das Unternehmen geht eigenen Angaben zufolge davon aus, 2001/2002 wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

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