Für 2001 mit erreichtem Ergebnis zufrieden
Versicherungskonzerne erwarten mehr Wachstum

Nach geringeren Steigerungsraten im vergangenen Jahr rechnet die deutsche Versicherungswirtschaft 2002 wieder mit einem stärkeren Wachstum.

Reuters MÜNCHEN. Die Beitragseinnahmen sollten nach seiner Prognose um rund vier Prozent steigen, sagte der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Bernd Michaels, am Dienstag in München. Unsicherheitsfaktor sei aber die "Riester-Rente", die der Lebensversicherung allein einen Schub von zwei Prozent verleihen könnte. Im vergangenen Jahr stiegen die Beiträge in der Lebensversicherung mit 1,9 % weniger stark als erhofft. Insgesamt wuchsen die Einnahmen der Versicherungsbranche aus Beiträgen 2001 um 2,8 (2000: 3,2) Prozent auf 135,5 Mrd. Euro. Dem standen um 3,5 % höhere Versicherungsleistungen von 158,3 Mrd. Euro gegenüber. Die Differenz deckten die Versicherer wie gewöhnlich durch Kapitalerträge.

"Für das Jahr 2001 können wir mit dem erreichten Ergebnis zufrieden sein", sagte Michaels. Die größten Wachstumsträger waren nach seinen Angaben die private Krankenversicherung, die 5,5 % zulegte, zugleich aber 6,3 % mehr Leistungen auszahlte, und die Autoversicherung. Der größte Zweig der Schadenversicherung steigerte seine Beitragseinnahmen um 4,9 %, während die Schadenaufwendungen um 2,5 % zurückgingen. In der Industrieversicherung seien erstmals seit 1994 die Beiträge wieder um 3,5 % gestiegen. Verlässliche Zahlen über die Belastungen aus den Anschlägen in den USA auf die deutschen Versicherer gebe es noch nicht, hieß es.

Für 2002 rechnet der GDV in der Lebensversicherung mit einem Beitragszuwachs um fünf Prozent, die private Krankenversicherung soll vier Prozent mehr einnehmen. Für die Schaden- und Unfallsparte zeichne sich ein Plus von 2,5 % ab.

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