Für 2002 schwarze Zahlen angestrebt
Abit erwartet 2001 die Ertragswende

Der am Neuen Markt gelistete Anbieter von Inkasso Abit AG-Software plant, 2001 den Umsatz zu verdreifachen und in der zweiten Jahreshälfte die Ertragswende zu schaffen. Die ersten drei Monate seien planmäßig verlaufen, so dass mit dem Erreichen der Ziele zu rechnen sei, sagte Vorstand Jürgen Baltes am Dienstag in Düsseldorf.

Reuters DÜSSELDORF. Für das Rumpfgeschäftsjahr von August bis Dezember 2000 wies Abit einen Umsatz von 14,3 Mill. DM und ein Nettoergebnis von minus 10,9 Mill. DM aus. Verglichen mit "anteiligen 5/12 des Vorjahres" sei der Umsatz damit um 92 % gestiegen. Als Vergleichswert sei nicht der Zeitraum August bis Dezember 1999 gewählt worden, da Abit damals ein Bilanzierungsfehler unterlaufen sei. Für 2002 kündigte Baltes schwarze Zahlen an.

Die Aktie des Meerbuscher Unternehmens legte am Dienstag bei leicht rückläufigem Marktumfeld um 4,71 % auf 7,12 Euro zu.

Für das volle Geschäftsjahr 1999/2000 (per Ende Juli) hatte Abit bei einem Umsatz von 15,4 Mill. DM einen Fehlbetrag von 15,2 Mill. DM ausgewiesen. Ursprünglich waren für 1999/2000 ein Umsatz von 38 Mill. DM und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 6,4 Mill. DM in Aussicht gestellt worden. Die Aktie der Gesellschaft war aber im Juni bei der Veröffentlichung der Neun-Monats-Zahlen unter Druck geraten. Damals wurden Bilanzierungfehler im Halbjahresbericht eingeräumt. Durch falsch gebuchte Aufträge lag der Ende März veröffentlichte Halbjahres-Umsatz mit 16,1 Mill. DM um 3,1 Mill. Mark über den Anfang Juni ausgewiesenen Neun-Monats-Zahlen. Danach brach der Aktienkurs des im Februar 2000 an die Börse eingeführten Unternehmens auf 16 Euro ein. Im Herbst verlor das Papier im Sog des Neuen Marktes weiter an Wert, das Rekordtief wurde im März 2000 mit 6,50 Euro markiert. Der bisherige Höchstkurs wurde drei Wochen nach dem Börsengang mit 225 Euro erreicht.

Der Vorstand ergänzte, das Jahr 2001 sei ein Zwischenschritt und werde noch nicht die Gewinnmargen bringen, die man anstrebe. Es könne noch ein leichter Verlust anfallen, sagte Baltes. Im vergangenen Jahr habe man den Konzern reorganisiert und verstärkt in Personal investiert, um die Produktentwicklung voran zu treiben. Mit dieser Mannschaft sei aber nun das geplante Wachstum zu realisieren. "Unsere Ausgangslage ist sehr gut", sagte Baltes. Mit den entwickelten Produkten sei man teilweise Weltmarktführer und der steigende Margendruck bei den Kunden vergrößere den Bedarf nach Forderungsmanagement. Abit liefert Software für das Forderungs- und Kreditmanagement für Banken und Sparkassen sowie Großgläubiger. Für kleine und mittelständische Unternehmen bietet das Unternehmen internetbasierte Dienste an. Die Marktanteile bezifferte Baltes bei deutschen Sparkassen mit rund 70 %, bei Banken mit 30 % und bei Inkassohäusern in den USA mit rund 10 %. Im kommenden Jahr sei die Expansion im europäischen Raum geplant. Dies solle aber voranging über Kooperationen und nicht über Zukäufe realisiert werden, hieß es.

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