Für Barcelona geht es in Istanbul um Alles oder Nichts
AS Rom fürchtet drakonische Strafe der Uefa

Der FC Barcelona übt sich vor dem Schicksalsspiel am Bosporus in Durchhalteparolen, AS Rom fürchtet eine drakonische Bestrafung durch die Europäische Fußball-Union (Uefa). Vor dem letzten Zwischenrunden-Spieltag in der Champions League müssen vor allem die auch in der Primera Division kriselnden Katalanen um das Weiterkommen fürchten.

dpa HAMBURG. Nur ein Sieg bei den Remis-Spezialisten von Galatasaray Istanbul (fünf Unentschieden in fünf Spielen) garantiert in der Gruppe B das Weiterkommen. "Wir müssen auf Sieg spielen. Wir haben keine Mannschaft, die auf ein Unentschieden spielen kann", kündigte Barcelonas Abwehrchef Frank de Boer eine offensive Ausrichtung an.

Club-Präsident Joan Gaspart bestritt am Montag Spekulationen, wonach die Partie für Trainer Carles Rexach ein Schicksalsspiel ist. Doch die Aussage klang eher wie eine Durchhalteparole: "Rexach leistet gute Arbeit. Wir können noch zwei Titel gewinnen. Ich hoffe, dass er noch viele Jahre unser Trainer ist." Für die einheimischen Gazetten geht es für Barca am Bosporus um Alles oder Nichts. "Barcelona steckt in einer verzweifelten Lage. Die Reise in die Türkei ist eine Überlebens-Expedition", formulierte es "La Vanguardia" besonders drastisch. Für "El Periodico" spielt der Club "seine letzte Karte".

Der seit längerem angeschlagene Rivaldo trat die Reise gar nicht erst an. Der Brasilianer verstauchte sich den Knöchel. Nachdem er vier Jahre lang nie verletzt war, erwischte es ihn in dieser Saison zum fünften Mal in acht Monaten. "Es geht einfach nicht mehr", musste er Rexach mitteilen.

Bei AS Rom hat die Furcht vor der Bestrafung durch die Uefa wegen der Ausschreitungen nach dem Spiel gegen Istanbul (1:1) am vergangenen Mittwoch das bevorstehende "Zwischenrunden-Endspiel" beim FC Liverpool in den Hintergrund treten lassen. Sogar ein Ausschluss aus dem laufenden Wettbewerb bei der Verhandlung am Freitag wird von den Römern nicht mehr ausgeschlossen. Club-Präsident Franco Sensi hat bereits erklärt, dass für ihn die Titelverteidigung in Italien wichtiger sei als der Gewinn der Champions League.

Die Römer setzen in Liverpool auf den in Hochform befindlichen Stürmer Vincenzo Montella, der in beiden letzten Punktspielen sechs Tore erzielt hat. Mittelfeld-Regisseur Francesco Totti, der am Wochenende wegen einer Oberschenkelverletzung pausiert hatte, sollte an der Anfield Road wieder mitwirken können.

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