Für die IG Metall ist die Übernahme "keine gute Sache"
INA versteht Reaktion von FAG Kugelfischer nicht

Für die INA-Holding Schaeffler KG ist die Reaktion des Konkurrenten FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG zum Übernahmeangebot nicht verständlich.

ddp HERZOGENAURACH. "Wir können die Entscheidung des Vorstandes der FAG Kugelfischer, unserer öffentliches Kaufangebot an die Aktionäre nicht zu empfehlen, nicht nachvollziehen", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Jürgen M. Geißinger, am Mittwoch in Herzogenaurach.

Seiner Ansicht nach müssen sich die FAG-Aktionäre vor dem Hintergrund der Kursentwicklung der Aktie in den vergangenen eineinhalb Jahren die Frage stellen, ob es gerechtfertigt sei, ein Angebot von elf Euro je Aktie abzulehnen.

Geißinger erklärte erneut, dass die beiden Unternehmen "ideal zusammen passten" und sich ergänzten. Nach seiner Einschätzung gibt es deshalb auch keine Alternativen, die der FAG-Vorstand verfolgen könnte. Am Dienstag hatte der Wälzlagerkonzern seine Aktionäre vor einer Annahme der Übernahmeofferte des Konkurrenten INA gewarnt. Nach Ansicht des Vorstandes steht die Offerte in keinem "akzeptablen Verhältnis" zu Ertragskraft und Wertperspektive des Unternehmens. Dies gelte umso mehr, als die Börsenkurse derzeit allgemein auf Tiefstständen notierten, hieß es.

Die IG Metall kündigte unterdessen für Samstag eine Versammlung der Vertrauensleute zu den aktuellen betriebspolitischen Fragen an. Peter Kippes von der Gewerkschaft zitierte den bayerischen IG-Metall-Chef Werner Neugebauer, wonach die Übernahme keine gute Sache für FAG und Schweinfurt sei. Besser als eine feindliche Übernahme sei eine lockerere Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen. Die Fusion bringe mehr Rückschritt als Fortschritt und würde die erfolgreiche Neuausrichtung von FAG seit 1993 konterkarieren. Dadurch würde FAG zu 80 % von der Automobilwirtschaft abhängig. Zudem rechne Neugebauer mit einem erheblichen Arbeitsplatzverlust.

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