Für die NASA ein sehr wichtiger Fund
Teil des linken Columbia-Flügels entdeckt

Die Weltraumbehörde NASA hat ein Teil vom linken Flügel der "Columbia" entdeckt. Es handle sich um einen wichtigen Fund, der bei der Aufklärung der Katastrophe helfen könnte, teilte der stellvertretende Chef der Weltraumbehörde NASA, Michael Kostelnik, mit.

HB/dpa WASHINGTON/FORT WORTH. Auch umherfliegender Weltraummüll könnte das Unglück ausgelöst haben. Bei dem Absturz des Shuttle waren alle Astronauten an Bord ums Leben gekommen. Der israelische Astronaut Ilan Ramon sollte am Dienstag in seiner Heimat beigesetzt werden.

Als eine der möglichen Ursachen galt zunächst, dass sich beim Start der Raumfähre Isolierungsschaum löste und den Hitzeschild am linken Flügel beschädigte. Diese Theorie hatte die NASA nach einigen Tagen jedoch wieder verworfen. Am Montag präsentierte NASA-Chef Sean O'Keefe im US-Fernsehen ein Bild, das ein Armeeteleskop am zweiten Tag der 16-tägigen Shuttlemission aufnahm. Dort sei etwas zu erkennen, das mit der Fähre zusammengestoßen sein könnte. "Das ist eine von vielen Theorien", sagte O'Keefe. "Wir schließen nichts aus." Bei dem Objekt könne es sich um Weltraummüll handeln.

Auch einer der Computer der Raumfähre ist inzwischen gefunden worden und wird zurzeit im Johnson Space Center untersucht. Es sehe so aus, als sei der "allgemeinen Zwecken" dienende Computer "in ganz gutem Zustand". Das Trümmerstück vom linken Flügel wurde bereits vor mehreren Tagen rund 300 Kilometer von Fort Worth in Texas gefunden, aber erst jetzt identifiziert. Danach gehörte das rund 70 mal 65 Zentimeter große Trümmerteil zur Vorderkante des mit den Kacheln des Hitzeschildes bedeckten Flügels. Wohin das Stück genau passt, ist nach Kostelniks Worten aber noch nicht geklärt.

Unterdessen wurde im US-Bundesstaat Texas ein Polizist unter dem Verdacht festgenommen, Trümmer der verunglückten Raumfähre gestohlen zu haben. Wie US-Medien berichteten, soll der Beamte eine Hitzekachel und andere Teile beiseite geschafft haben, als er selbst in der Region von Nacogdoches zur Trümmersuche eingesetzt war.

Im Rahmen einer von den Behörden gewährten Amnestie waren in der vergangenen Woche in Osttexas freiwillig Hunderte von Trümmerteilen der Raumfähre zurückgegeben worden. Zuvor waren bereits zwei Bürger wegen "Diebstahls von Regierungseigentum" festgenommen worden. Im Fall eines Schuldspruchs drohen in diesen Fällen Haft von bis zu zehn Jahren sowie eine Geldstrafe von bis zu 250 000 Dollar.

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