Für „Harry-Potter“-Fans kommt Hansaplast mit einer eigenen Serie
Beiersdorf bleibt unbeirrt auf Wachstumskurs

Ein Stück heile Welt - Beiersdorf macht in Zeiten weltweiter Konsumschwäche einem Slogan seiner Tesa-Sparte alle Ehre. Der Kosmetik-, Pflaster und Klebebandhersteller bekräftigt die Prognosen und will den Umsatz um zehn Prozent steigern. Nach wie vor besonders erfolgreich ist die Marke Nivea.

beu HAMBURG. Man bleibt sich treu in Hamburg: Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2001 im Zwischenbericht der Beiersdorf AG über die ersten neun Monate liest sich daher fast schon langweilig. Verglichen mit dem Halbjahresbericht sind die Prognosen fast unverändert. Der Kosmetik-, Pflaster und Klebeband-Konzern kündigt an, das betriebliche Ergebnis von 389 auf über 450 Mill. Euro anzuheben. Der Jahresüberschuss soll von 226 auf 270 Mill. Euro und der Umsatz um ein Zehntel auf 4,5 Mrd. Euro steigen.

Damit setzt sich Beiersdorf im Reigen der Quartalsergebnisse als Ausnahmeerscheinung in Szene. Basis für die Jahresprognose bildet der für Beiersdorf auch im dritten Quartal des Jahres ungebrochen positive Trend. So erhöhte sich in den ersten neun Monaten der Konzernumsatz um 10,4 % auf knapp 3,5 Mrd. Euro. Der Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) legte mit einem Plus um ein Viertel noch deutlich kräftiger zu und erreichte 390 Mill. Euro. Ohne Sondereffekte - so der Verkauf der speziellen Wundversorgungssparte sowie Kosten für den Unternehmensumbau - betrug der Ebit 370 Mill. Euro. Dies entspricht einer operativen Ebit-Rendite von 10,6 (Vorjahr 9,9 %).

Marke Nivea ist die Wachstumslokomotive

Die Kosmetik - Wachstumslokomotive bei Beiersdorf - hielt ihre Geschwindigkeit. Der Umsatz kletterte vor allem dank der Markenfamilie Nivea um 13,7 % auf 2,27 Mrd. Euro. Nivea legte innerhalb der Sparte Kosmetik mit 18 % noch kräftiger zu. Im im letzten Jahr der D-Mark dürfte der Umsatz des blauen Lieblings erstmals die Schwelle von 5 Mrd. DM berühren (2000: 4,1). Beruhigend für Beiersdorf ist, dass die Kosmetik-Umsätze fast überall weltweit mit zweistelligen Raten expandieren. Eine Ausnahme bildet nur die Region Asien, wo die Umsätze durch die Kursentwicklung des japanischen Yen negativ beeinflusst "nur" um 7,3 % stiegen.

Die Bedeutung der Kosmetik für den Gesamtkonzern zeigt sich beim Ebit. Mit 314 Mill. Euro (+23,5 %) trägt die Sparte 80,5 %. Das Klebeband "Tesa" setzte 510 Mill. Euro um. Die Umwandlungskosten in die Tesa AG minderten dabei das Ebit-Ergebnis auf 15 (26) Mill. Euro.

Das Geschäft mit den verbrauchernahen Wundpflastern (Hansaplast, Elastoplast) und Stützbandagen (Futuro) erreichte 701 Mill. Euro (+7,1 %), wobei die Ebit-Rendite 4,7 % betrug. In den kommenden Tagen sollen die Pflaster-Umsätze nochmals anziehen: Pünktlich zum Filmstart von "Harry Potter" startet Beiersdorf in Europa und Asien mit einer Harry-Potter Pflasterserie besonders für Kinder.

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