Für Herbst- und Wintermonate zeigt sich Nike optimistisch
Nike übertrifft Analystenerwartungen deutlich

Der weltgrößte Hersteller von Sportbekleidung, Nike Inc., hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2002 auf Grund eines starken Dollar-Kurses und zu hoher Lagerbestände im Vergleich zum Vorjahr drei Prozent weniger verdient. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Beaverton (Oregon) mitteilte, sank der Konzernüberschuss binnen Jahresfrist von 210 Mill. $ oder 77 Cent je Aktie auf 204 Mill. Dollar oder 75 Cent je Aktie.

dpa-afx BEAVERTON. Nach Berücksichtigung einer Einmalaufwendung für die Umsetzung der Bilanzstandards FASB 133 sei ein Gewinn von 199 Mill. Dollar oder 73 Cent je Aktie angefallen. Damit übertraf Nike die Erwartungen der Analysten deutlich. Diese hatten laut Thomson Financial/First Call im Schnitt mit einem Ergebnis von 71 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz ging um 1 % von 2,614 Mrd. auf 2,637 Mrd. Dollar zurück. Die Brutto-Umsatzrendite fiel deutlich von 40,5 auf 39,4 %. Die weltweiten Lagerbestände stiegen um 1% auf 1,5 Mrd. Dollar, hieß es.

Für die Herbst- und Wintermonate zeigte sich Nike indes optimistisch. Der Zahl der weltweiten Vorbestellungen von Sportartikeln, die zwischen September 2001 und Januar 2002 ausgeliefert werden, sei im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 3,3 Mrd. Dollar angewachsen. Bei unverändertem Dollar-Kurs wäre der Auftragseingang um 7 Prozent gestiegen.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes habe Nike entscheidende Fortschritte gemacht, sagte Nike-Chef Philip H. Knight. Die wieder anziehenden Auftragszahlen deuteten zudem auf einen Belebung des wichtigsten Absatzmarktes USA hin. International sei der Konzern ebenfalls gut aufgestellt: Die Wachstumsraten hätten in diesem Quartal währungsbereinigt im Schnitt bei rund 10 % gelegen, sagte Knight.

Im Vergleich der einzelnen Absatzregionen stieg die Zahl der Vorbestellungen in Europa mit 10 Prozent am stärksten. In den USA stiegen die Auftragseingänge um 4 Prozent, im asiatisch-pazifischen Raum um 2 Prozent und im übrigen Amerika um 9 Prozent, hieß es. Bei konstanten Preisen ergibt dies ein Plus von 10 Prozent in Europa, 14 Prozent in Asien und 15 Prozent in Amerika.

Im ersten Quartal sanken jedoch die Umsätze in den USA um 3 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar. Besonders deutlich gingen die Erlöse aus dem Verkauf von Schuhen zurück: Ein Rückgang von sieben Prozent auf 870 Mill. Dollar. Die Umsätze aus dem Bekleidungsgeschäft blieben mit 324 Mill. Dollar im Vergleich zum Vorjahr hingegen unverändert. In Europa sanken die Umsätze in den vergangenen drei Monaten um zwei Prozent auf 759 Mill. Dollar, während Nike im asiatischen Raum mit 264 Mill. Dollar 10 Prozent mehr umsetzte. Im übrigen Amerika stiegen die Erlöse um 7 Prozent auf 160 Mill. Dollar.

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