Für jüngere Generation
Grüne stellen Mitversicherung in Frage

Die Grünen haben die kostenfreie Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenkasse in Frage gestellt. "Für die jüngere Generation ist die Frage berechtigt, ob die Mitversicherung noch gerechtfertigt ist", sagte die Grünen-Fraktionschefin Krista Sager am Dienstag auf einem außerordentlichen Ärztetag in Berlin.

Reuters BERLIN. Allerdings dürfe bei älteren Frauen die Mitversicherung nicht in Frage gestellt werden. Sagers Amtskollegin Katrin Göring-Eckardt hatte jüngst gefordert, Ehepartner, die keine Kinder erziehen, von der kostenfreien Mitversicherung auszunehmen.

Wie Göring-Eckardt zeigte sich Sager offen für eine Aufhebung der paritätischen Finanzierung der Beiträge zur Krankenversicherung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber. "Parität kann kein Tabuthema sein." Dies müsse aber nicht unbedingt zur Einführung von Kopfpauschalen für jeden Versicherten führen.

Die Überlegung von Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD), wonach Sportunfälle privat versichert werden sollten, bewertete Sager skeptisch: "Die sich beim Sport einmal das Schlüsselbein brechen sind im Ernst nicht unser Problem."

SPD-Fraktionschef Franz Müntefering bekräftigte, bei der Reform würden auch die Versicherten in die Pflicht genommen. Anders lasse sich das solidarische System nicht erhalten. Die Einigung mit der Union auf eine Reform solle möglichst schon vor der Befassung des Bundesrats erfolgen: "Mein Bestreben ist, im Deutschen Bundestag zu Entscheidung zu kommen."

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