Für Schiiten ist die "Stadt des Heiligen" vor allem auch Wallfahrtsort
Stichwort: Masar-i-Scharif

Wer über die nordafghanische Stadt Masar-i-Scharif herrscht, der kontrolliert auch die bedeutenden Überland- Versorgungsrouten zu Afghanistans Nachbarn Usbekistan und Tadschikistan. Die Taliban schlossen nach Einnahme der viertgrößten Stadt des Landes 1998 die Grenze zu Usbekistan.

dpa HAMBURG. In den Wirren des afghanischen Bürgerkriegs durchlebte die Stadt mit schätzungsweise 130 000 Einwohnern eine wechselvolle Geschichte. Sie galt bis zum Taliban-Einmarsch als Hochburg der Nordallianz. Kurz nach Eroberung der Stadt drohte Iran den Taliban mit Krieg, weil sie in Masar-i-Scharif neun schiitische iranische Diplomaten getötet hatten.

Für Schiiten ist die "Stadt des Heiligen" vor allem auch Wallfahrtsort. Eine in der islamischen Welt berühmte Moschee aus dem 15. Jahrhundert mit dem Grab des vierten Kalifen Ali ist Anziehungsort für Pilger. In Friedenszeiten gehörte Masar-i-Scharif durch seine Lage in einer fruchtbaren Ebene zu den Wirtschaftszentren des Landes. Dort wird Baumwolle, Getreide und Obst angebaut.

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