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Für Stielike ist das Halbfinale Pflicht

Alzey (dpa) - Bei Ulli Stielike ist nach einem «Wechselrausch» die Ernüchterung und Realität wieder eingekehrt. Dennoch strotzt der Trainer der U 21-Junioren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor dem «Endspiel» der Gruppe B bei der Europameisterschaft vor Selbstbewusstsein.

Alzey (dpa) - Bei Ulli Stielike ist nach einem «Wechselrausch» die Ernüchterung und Realität wieder eingekehrt. Dennoch strotzt der Trainer der U 21-Junioren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor dem «Endspiel» der Gruppe B bei der Europameisterschaft vor Selbstbewusstsein.

«Ich gehe davon aus, dass wir das Halbfinale erreichen», sagte der Ex-Nationalspieler im Vorbereitungs-Quartier im idyllischen «Schlosshotel» in Alzey. Gegen Portugal reicht der DFB-Auswahl in Mainz ein Unentschieden, um die Vorschlussrunde zu erreichen.

Ähnlich sieht dies Benjamin Auer. Der Torjäger des Bundesliga-Aufsteigers FSV Mainz 05 möchte erneut in seinem «Wohnzimmer» glänzen. «Es ist doch noch alles drin. Dieser eine noch fehlende Punkt darf kein Problem für uns werden», meinte der Stürmer mit «eingebauter Torgarantie» und verwies auf den größten Wunsch der Mannschaft: «Wir alle wollen nach Athen.» Das Erreichen des Olympia-Turniers ist das erklärte Ziel auch von Stielike. Der DFB-Trainer hat die Kritik nach dem 1:2 gegen Schweden weggesteckt und fordert von seinen Spielern: «Ihr müsst die Initiative ergreifen. Die Portugiesen müssen ständig beschäftigt werden.»

Seine Startelf will Stielike in einem Verhältnis von 6:5 aus den völlig unterschiedlichen Aufstellungen gegen die Schweiz (2:1) und Schweden (1:2) zusammensetzen. Gesetzt sind dabei Tim Wiese (1. FC Kaiserslautern), Robert Huth (FC Chelsea), Alexander Madlung (Hertha BSC), Thomas Hitzlsperger (Aston Villa), Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München), Christoph Preuß (Eintracht Frankfurt), Hanno Balitsch (Bayer Leverkusen) und Christian Tiffert (VfB Stuttgart).

Höchste Priorität hat eine bessere Chancenauswertung als gegen Schweden. «Da hat es zuletzt bei uns geklemmt», meinte Stielike und vertraut diesmal auf sein Sturm-Duo Lukas Podolski/Benjamin Auer. Beide Torjäger sind hoch motiviert. «Poldi» will mit einer guten Leistung seine Nominierung durch Rudi Völler für die EM in Portugal (12. Juni bis 4. Juli) rechtfertigen. Für «Benni» Auer ist die A-Nationalmannschaft noch kein Thema. Aber beim Aufbau des Teams für die WM 2006 in Deutschland möchte der «Torschütze vom Dienst» schon dabei sein: «Ich möchte mich jedenfalls dafür empfehlen.» Für ihn ändert Stielike auch die Taktik. «Wir werden nicht auf Konter spielen. Auer hat seine Qualitäten im Strafraum, deshalb muss von den Flügeln etwas kommen», begründete der DFB-Coach sein Vorhaben.

Das Nervenkostüm der Spieler scheint intakt und Stielike ist froh, dass diese entscheidende Begegnung in Mainz stattfindet. «Hier treffen wir auf ein ideales Publikum. Die Zuschauer wissen, was leiden heißt. Das haben sie in den vergangenen drei Jahren mit ihrem Verein erlebt», meinte der DFB-Trainer. Er kann auf lautstarke Unterstützung bauen, schließlich werden mehr als 10 000 Zuschauer im Stadion am Bruchweg erwartet.

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